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Marl / Kreis RE, 06. Dezember 2008

Franz Müntefering findet deutliche Worte

"In der Demokratie gibt es keinen Schaukelstuhl"
Franz Müntefering und Cay Süberkrüb
Gelegenheit zum Gespräch: Franz Müntefering und Cay Süberkrüb am Freitag in Marl.
Franz Müntefering IGBCE / SPD 1
Werner Arndt, Cay Süberkrüb, Franz Müntefering, Jutta Haug, Karlheinz Auerhahn und Michael Groß (v.l.)
„Zukunftsfähig und sozial gerecht“ – Franz Müntefering sprach am Freitagabend im Parkhotel in Marl vor Mitgliedern der IGBCE und der SPD aus dem Kreis Recklinghausen. Die demografische Entwicklung, die Finanzlage, aber auch das Ehrenamt kamen dabei nicht zu kurz.

Müntefering rief zum „Einsatz des Einzelnen“, unabhängig vom Alter, auf: „In der Demokratie gibt es keinen Schaukelstuhl. Wir sind alle mitverantwortlich für das, was in Zukunft passiert. Da kann man sich nicht zurücklehnen und sagen: Das geht mich nichts mehr an.“

Lobende Worte fand er in diesem Zusammenhang für das Engagement der Ehrenamtlichen im „Türmchen“, der insel Kinder- und Jugendbücherei in Marl, die er am Nachmittag besucht hatte: „Frauen, die als Lesepaten Zeit mit den Kindern verbringen – solche Ideen müssen wir aufgreifen. Insgesamt können wir uns glücklich schätzen, denn es gibt bei uns viele Menschen, die aktiv sind und ihre Zeit für das Gemeinwohl investieren“, sagte Franz Müntefering, „Diejenigen, die sich beispielsweise im Sportverein für Kinder und Jugendliche engagieren, tun mehr für unseren Nachwuchs als ein Politiker es mit einer Sonntagsrede kann.“

Seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen, ein sorgsamer Umgang mit der Energie, aber auch die Gemeinschaft der Generationen sind für Müntefering Zukunftsthemen, an denen die Gesellschaft dringend arbeiten muss.

Sein Appell an die aufmerksamen Zuhörer: Anpacken, mitmachen, sich einmischen – und Mut haben: „Es muss erlaubt sein, auch mal einen Fehler zu machen. Wir müssen auf dem Weg nach vorne etwas riskieren!“

Am Nachmittag hatte Franz Müntefering die Gelegenheit genutzt, sich im "Türmchen" ein Bild zu machen vom entstehenden Lesegarten. Einige Mitglieder des Freundeskreis' Türmchen erläuterten ihm, wie Leseförderung durch Lesepatenschaften im Büchereialltag praktiziert wird, wie Hauptamtliche und Ehrenamtliche Hand in Hand agieren, um den Kindern Marls Spaß an Büchern und am Lesen zu vermitteln.

Am Rande des Besuchs vom SPD-Vorsitzenden nutzten Vertreter aus der Region die Gelegenheit, sich mit Franz Müntefering über die aktuelle Lage auszutauschen. Cay Süberkrüb (Landratskandidat), Frank Baranowski (Oberbürgermeister Gelsenkirchen), Jutta Haug (Europaabgeordnete), Michael Groß (Bundestagskandidat) oder auch Werner Arndt, Bürgermeisterkandidat für Marl, diskutierten in entspannter Runde mit dem Parteivorsitzenden.

Zum Abschluss seines Kreis-Aufenthalts war Franz Müntefering noch beim Presseclub in Recklinghausen zu Gast.

Bilder vom Besuch Franz Münteferings in Marl gibt es in der Rubrik "Bildergalerien".

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