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PRESSEMITTEILUNG:

Kreis RE, 10. Juni 2011
Gelungene Auftaktveranstaltung

Es kommt auch auf die Eltern an

Elternhaus und Grundschule arbeiten zusammen
Die Lernfähigkeit stärkern und die soziale Entwicklung fördern – diese Ziele verfolgt das Projekt „Gemeinsames Erziehungskonzept in Elternhaus und Grundschule“. Was sperrig und formal klingt, funktioniert an einigen Orten bereits hervorragend in der Praxis. Und soll nun auch im Kreis Recklinghausen realisiert werden.

Zur Informationsveranstaltung hatte das Regionale Bildungsbüro alle 104 Grundschulen eingeladen. Fast die Hälfte ist dem Aufruf gefolgt – und bekam in dieser Woche in der Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen in Haltern am See einiges geboten: Engagierte Lehrerinnen, die aus der Praxis berichteten und Lust darauf machten, das Projekt in der eigenen Schule zu realisieren. Gottfried Duhme von der Stiftung Westfaleninitiative, der auch wichtige Hintergrundinformationen für die Fachleute im Gepäck hatte. Und eine motivierende Atmosphäre, um selbst in das Projekt einzusteigen – zum Wohle der künftigen Schülergenerationen.

Der Hintergrund für die Einrichtung des Projektes ist ernst: Über 50% aller schulpflichtigen Kinder haben nach Aussage des deutschen Ärzteblatts chronische gesundheitliche Beschwerden. Eltern reagieren im Umgang mit ihren Kindern oft hilflos und überfordert. Der Ritalinverbrauch der Kinder hat sich in den letzten Jahren dramatisch vervielfacht – auf über 26 Mio. Tagesdosen, wie die Stiftung Westfaleninitiative berichtet.

Eltern spielen durch ihr Verhalten eine Schlüsselrolle für den Bildungs- und Schulerfolg ihrer Kinder. Deshalb ist eine Vernetzung von Schule und Elternhaus ein wichtiger Grundstein für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Die Basis dafür wird in der Grundschule gelegt. Mit dem Projekt sollen die Erziehungskompetenz der Eltern gestärkt und die Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus verbessert werden.

„Im Zentrum steht ein individueller Zugang zum Kind. Es gilt, jedes Kind als einzelnes wahrzunehmen. Seine Stärken und Schwächen zu sehen und dort anzusetzen, wo dieses Kind gerade steht. Wichtig ist dabei, dass die Eltern mitziehen“, sagt Ulrike Doebler, Pädagogische Mitarbeiterin im Regionalen Bildungsbüro, „Die Bereitschaft, sich auf das Projekt einzulassen, ist groß. Die Vertreter der anwesenden Schulen haben durch die begeisterten Vorträge erkannt, dass das Konzept sehr greifbar und konkret ist – und dass es umsetzbar ist.“

Im November wird es das erste Fortbildungsmodul für Lehrer geben. Die Stiftung Westfaleninitiative wird Lehrer in verschiedenen Modulen schulen, aber auch die Eltern. Im Anschluss wird es so genannte Auffrischungsabende geben.

„Wir planen, in einem Jahr ein gemeinsames Treffen durchzuführen, um zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt und welche Erfahrungen die Beteiligten bis dahin gesammelt haben. Aber nach den Berichten aus anderen Regionen bin ich sicher, dass es auch hier Erfolge zu vermelden geben wird“, sagt Ulrike Doebler.

Schulen, die an der Infoveranstaltung nicht teilnehmen konnten und Interesse an dem Projekt haben, können noch einsteigen. Informationen gibt es bei Ulrike Doebler, Pädagogische Mitarbeiterin im Regionalen Bildungsbüro des Kreises Recklinghausen, E-Mail: ulrike.doebler@kreis-re.de

(Quelle: Kreis Recklinghausen)