Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

Herten / Kreis Recklinghausen, 02. Mai 2011

Tag der Arbeit: "Das ist das Mindeste!"

Demonstrationszug und Kundgebung
1. Mai - Demonstrationsmarsch in Herten
"Das ist das Mindeste" - fordern (v.l.) Cay Süberkrüb, Uwe Foullong (Verdi-Bundesvorstand), Dorothee Babst, Margret Gottschlich, Jutta Haug, Dr. Uli Paetzel, Harry Czok, Werner Zeis und Karl-Heinz Forst und 500 Mitstreiter in Herten.
Mit Pauken und wehenden Flaggen machten die Teilnehmer der Maikundgebungen in verschiedenen Städten in Deutschland und natürlich auch im Kreis Recklinghausen ihrem Unmut Luft. Motto der diesjährigen Veranstaltung: "Das ist das Mindeste!"

Landrat Cay Süberkrüb marschierte bei dem Demonstrationsmarsch in seiner Heimatstadt Herten mit. Nach dem Marsch von Disteln hoch zur Innenstadt sammelten sich über 500 Teilnehmer auf dem Otto-Wels-Platz. In Herten gibt es neben dem DGB-Thema auch um zwei sehr konkrete Bereiche: die geplanten Veränderungen am Herta-Standort und das Ende des Bergbaus im Kreis Recklinghausen mit der kaum mehr abwendbaren Schließung des Bergwerks Auguste Victoria in Marl.

Mit engagierten Reden appellierten Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, DGB-Chefin Dorothee Babst, Herta-Gewerkschaftsvorsitzender Harry Czok und Uwe Foullong, Verdi-Bundesvorstandsmitglied, an die Nestlé-Konzernleitung, den Standort Herten mit möglichst vielen Arbeitsplätzen weiter zu sichern.

„'Das ist das Mindeste: Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit!', das haben wir uns in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Bei Herta geht es um viel mehr. Es geht darum, die Arbeitsplätze zu erhalten. Natürlich zu fairen Löhnen für gute Arbeit“, forderte Dorohtee Babst. 50 Millionen Euro will Nestlé in Herten investieren. „So sehr ich mich als Bürgermeister der Stadt Herten über das Bekenntnis des Schweizer Herta-Mutterkonzerns an den Standort Herten freue, so sehr wird die Freude durch die daran geknüpften Bedingungen getrübt“, machte Uli Paetzel deutlich. Denn weit über 200 Stellen sollen im Zuge dessen gestrichen werden, eine Reihe durch betriebsbedingte Kündigungen. Der Bürgermeister appellierte an alle Beteiligte, im Sinne des Standorts und der Arbeitsplätze zu einer erfolgreichen Verhandlungslösung zu gelangen.

(Quelle: Stadt Herten)