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PRESSEMITTEILUNG:

Kreis RE, 07. April 2011

Kooperation hilft nicht nur Existenzgründern

Sparkasse Vest und Kreisverwaltung arbeiten Hand in Hand
Startercenter und Sparkasse - Mikrokredit (2011)
„Die Existenzgründung ist das eine, aber eigentlich geht es danach ja erst richtig los. Darum ist es gut, dass Gründer im Kreis Recklinghausen mit dem Startercenter und der Sparkasse Vest dann zwei gute Partner an ihrer Seite haben“ – Landrat Cay Süberkrüb freut sich, dass die Kooperation zwischen der Sparkasse und dem Startercenter nicht nur für Existenzgründer ein großer Gewinn ist. Denn: Die Mitarbeiterinnen des Startercenters können Mikrokredite für den Schritt in die Selbständigkeit in Kooperation mit der Sparkasse zusagen.

Sparkassendirektor Willi Keeren formuliert es so: „Es ist schon ein ungewöhnlicher Weg, den wir hier gemeinsam beschreiten. 60 bis 80 Prozent des gesamten Vorgangs für die Gewährung des Mikrokredits werden vom Startercenter bearbeitet. Das zeigt, wie gut die Kooperation funktioniert. Und es hilft dem Existenzgründer, der so nicht in eine Falle läuft.“

Bevor allerdings der Kredit gewährt wird, müssen Existenzgründer ihre „Hausaufgaben“ erledigen. Es gilt einen Businessplan zu erstellen, die eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren und auch den Markt und die Erfolgsaussichten für das Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen. Hierbei hilft das Startercenter des Kreises Recklinghausen. Die Leiterin, Petra Bauer, erinnert sich noch an die Anfänge: „2005 sind wir mit den Mikrokrediten als Experiment gestartet. Heute können wir stolz auf das Erreichte sein, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Das Besondere für die Existenzgründer: Sie bekommen ein Angebot aus einer Hand. Das ist auch für unsere Beratung existenziell. Gleichzeitig profitieren wir davon, weil wir den Gründern mehr bieten können, und die Sparkasse, weil wir uns vorab schon intensiv mit dem Gründungsanliegen befasst haben.“

Wie gut das funktioniert, bestätigt auch Ulrich Kirsch von der Sparkasse Vest: „Die Qualität der Beratungen ist einzigartig. Das hat auch zur Folge, dass wir in diesem Bereich deutlich geringere Ausfallquoten haben. Deshalb haben wir den Kreditrahmen von anfänglich 10.000 Euro inzwischen auf 25.000 Euro erhöht. Wer auf diesem Weg zu uns kommt, weiß, dass Unternehmer sein mehr bedeutet als nur sein Handwerk zu verstehen.“

Iris Stahle kann den Aufwand, aber auch die Notwendigkeit dafür aus eigener Erfahrung bestätigen. Sie hat vor einem halben Jahr den Schritt in die Selbständigkeit gewagt – und kümmert sich um die technische Ausstattung von Theatern und Bühnenbildern. Wie sie es in 20 Jahren Berufserfahrung gelernt hat: „Nach der Insolvenz meines Arbeitgebers hatte ich eine Idee – und ganz viele Zweifel. Aber zum Glück gibt es das Startercenter. Kurse und Messen habe ich besucht, mit Hilfe von Frau Bauer meine Stärken und Schwächen analysiert und einen Businessplan erstellt. Das halbe Jahr Vorbereitung vor der Gründung war auf jeden Fall notwendig.“

Auch Avi’el Neuhäuser hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Er ist seit sechs Monaten selbständig und versorgt inzwischen 50 Synagogen in Deutschland und Österreich sowie zahlreiche Privatpersonen mit koscheren Lebensmitteln, aber auch Gebetsbüchern und „allem, was ein Jude für sein alltägliches Leben braucht“. „Wie man einen Businessplan erstellt wusste ich vorher nicht – und vieles andere, was man für die Gründung wissen sollte“, sagt der Existenzgründer. Deshalb hat auch er das gemeinsame Angebot von Startercenter und Sparkasse gerne angenommen. Und er hofft, in einem Jahr „weiter zu existieren und vielleicht ein bis zwei Mitarbeiter zu beschäftigen.“

(Quelle: Kreis Recklinghausen)