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PRESSEMITTEILUNG:

Datteln, 22. März 2011

Landrat besucht das Café HübsSch in Datteln

Beratungsstelle der Diakonie mitten in der Stadt
Datteln - Besuch im Café HübsSch (03/20121)
Superintendent Peter Burkowski und Landrat Cay Süberkrüb beim Besuch im Café HübsSch mit Mitarbeitern und Gästen.
Landrat Cay Süberkrüb hat die Arbeit des Café HübsSch bei einer Veranstaltung des evangelischen Kirchenkreises kennen gelernt. „Ich freue mich sehr, dass wir heute die damals getroffene Verabredung eines Besuches vor Ort einlösen“, sagt Peter Burkowski, Superintendent des Kirchenkreises Recklinghausen.

Landrat Cay Süberkrüb ist der Verabredung gerne nachgekommen: „Die Ausstellung in der Gustav-Adolf-Kirche hat mir sehr gefallen. Die Skulpturen, aber auch die ausgebreiteten Schlafsäcke fand ich sehr eindrucksvoll inszeniert. Deshalb freue ich mich, das Café HübsSch jetzt live erleben zu dürfen. Ich bin begeistert von der Arbeit, die hier geleistet wird. Und die deutlich macht: Alle Menschen sind wertvoll.“

Im „Café HübsSch“ (abgeleitet aus dem § 67, SGB XII: Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten), seit 2009 in der Dattelner Innenstadt, finden sich viele Menschen ein. Auch diejenigen, die den vorigen Standort nicht erreichen konnten, weil er etwas abseits lag. „Es war eine gute Entscheidung, mitten in die Stadt zu gehen“, sagt Horst Bögeholz, Vorstand des Diakonischen Werkes. „Hier finden die Menschen schnell Kontakt zu uns.“

Das Café HübsSch ist der erste Anlaufpunkt für Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Dort kann man sich herein trauen, muss nicht sofort sein Leben ausbreiten. Über ein zwangloses Gespräch bei einer Tasse Kaffe geht es häufig besser.
„Immer wichtiger ist es, dass die Menschen frühzeitig zu uns kommen“, sagt Angelika Korneli, Leiterin des Bereiches Psychosoziale Dienste bei der Diakonie. „Haben sie erst einmal ihre Wohnung verloren, ist es schwer, etwas Neues zu finden.“

Drohender Wohnungsverlust ist einer der häufigen Gründe, die Beratungsstelle aufzusuchen. Andere Gründe sind Schwierigkeiten mit Ämtern, Ärger mit Vermietern oder Probleme mit dem Jobcenter. Finanzielle Probleme, drohende Überschuldung oder Suchtgefährdung sind weitere Probleme, die die Menschen mitbringen. „Auch der gesundheitliche Zustand einiger Personen ist schwierig“, sagt Ina Reinholz, Mitarbeiterin im Café HübsSch. „Regelmäßig ist ein Arzt vom Gesundheitsamt des Kreises hier in der Beratungsstelle als Ansprechpartner.“

Häufig ist die Beratungsstelle an der Hohen Straße erste Kontaktmöglichkeit für das Ambulant Betreute Wohnen. „Wir begleiten die Menschen in ihren Wohnungen, helfen, eine stabile Tagesstruktur aufzubauen und auch bei der Arbeitssuche“, so Ina Reinholz.
„Die Arbeit die wir hier tun, ist eine wichtige Arbeit in der Stadt Datteln“, sagt Horst Bögeholz, Vorstand des Diakonischen Werkes. „Wir merken, wie sehr die Menschen das Angebot der Beratung und auch des Ambulant Betreuten Wohnens in Anspruch nehmen. Diese Arbeit kann nicht von den städtischen Ämtern durchgeführt werden. Hier ist die Diakonie als freier Träger gefragt.“

Das Café HübsSch, die Beratungsstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, Hohe Straße 4 a, hat momentan geöffnet montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9.30 bis 13.30 Uhr. Termine gibt es aber auch nach Vereinbarung.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)