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PRESSEMITTEILUNG:

Kreis RE, 21. März 2011

Reisen mit Vierbeinern - gewusst wie!

Veterinäramt gibt Tipps zu Auslandsreisen und zur Einfuhr von Tieren
Reisen mit Vierbeinern - Flugzeug mit Hund
Bald sind Osterferien. Damit beginnt die erste große Reisewelle des Jahres. Wer seinen vierbeinigen Freund ins Ausland mitnehmen möchte, muss dabei einiges beachten. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen dem EU-Ländern, gelisteten Drittländern und nicht gelisteten Drittländern.

Für Reisen in ein EU-Land gelten folgende Bestimmungen:

Seit 2004 gibt es für Hunde, Katzen und Frettchen einen einheitlichen EU-Heimtierausweis, der in jedem Fall mitgeführt werden muss. Dieser Ausweis muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können. Dies geschieht in der Regel über einen Mikrochip, bis zum 03.07.2011 genügt auch eine Tätowierung. Die Kennzeichnungs-Nummer muss im Ausweis eingetragen sein.

Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss der Heimtierausweis auch den tierärztlichen Nachweis enthalten, dass das Tier über einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut verfügt. Für aus Deutschland stammende Hunde heißt das, dass die letzte Tollwutimpfung mindestens drei Wochen zurück liegen muss. Außerdem muss sie nach Angaben des Impfherstellers noch bis zur Rückkehr aus dem Urlaub gültig sein.
Grundsätzlich gelten diese Regelungen zum Heimtierpass für den privaten Reiseverkehr mit bis zu fünf Tieren innerhalb der EU.

Die Drittländer werden unterschieden in gelistete und nicht gelistete.

Gelistet sind all die Länder, deren Vorschriften Tollwut-Standards denen der EU entsprechen. Hierzu gehören beispielsweise Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Jamaika, Singapur, Australien und die USA.

Zu den nicht gelisteten Ländern zählen zum Beispiel Ägypten, die Türkei, Marokko, Thailand und Tunesien. Die Einreise eines Heimtieres aus diesen Ländern ist nur erlaubt nach einem Tollwutantikörpertest, der von einem EU-zertifizierten Labor durchgeführt werden muss. Diese Blutuntersuchung findet drei Wochen nach der Tollwutimpfung statt. Anschließend müssen die Tiere, die erstmals nach Deutschland kommen, noch drei Monate in dem Land bleiben, ehe sie einreisen dürfen. Daher sollten sich Urlauber gut überlegen, ob sie ein Tier nach Deutschland einführen möchten.

Wer mit Hunden, Katzen oder Frettchen in Drittländer verreist, sollte sich vorher unbedingt mit den besonderen Vorschriften des jeweiligen Landes vertraut machen, zum Beispiel über die jeweiligen Konsulate.

Eine Broschüre zu diesem Thema gibt es im Internet auf der Seite www.intervet.de. Neben Informationen zu den unterschiedlichen Einreisebestimmungen finden Reisende dort auch weitere Tipps zum Reisen mit Haustieren.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)