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PRESSEMITTEILUNG:

Herten / Kreis Recklinghausen, 23. Februar 2011

Auszeichnung für vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement

LWL und Landrat gratulieren der Vestischen
Vestische - Preis für vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement
Freuen sich über den Erfolg: (v.l.) Landrat Cay Süberkrüb, LWL-Sozialdezernent Matthias Münning, Kathrin Spangemacher (stellv. Personalleiterin Vestische) und Vestische-Geschäftsführer Martin Schmidt.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Vestische Straßenbahnen GmbH mit einer Prämie in Höhe von 10.000 Euro für die Einführung eines Betrieblichen Eingliederungs-managements (BEM) ausgezeichnet, das die Belange der schwerbehinderten Beschäftigten in besonderer Weise berücksichtigt. LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch überreichte die Urkunde in einer kleinen Feierstunde am Mittwoch an Geschäftsführer Martin Schmidt.

„Die Vestische Straßenbahnen GmbH ist mit ihrem Betrieblichen Eingliederungsmanagement weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgegangen und berücksichtigt vorbildhaft schwerbehinderte Menschen. Deutlich wird das besondere Engagement der Vestischen auch an der Zahl der schwerbehinderten Menschen, die sie beschäftigt: Unter den Beschäftigten sind 8,72 Prozent Menschen mit Behinderung. Damit beschäftigt das kommunale Verkehrsunternehmen deutlich mehr Menschen mit Behinderung als es die gesetzlich vorgegebene Quote von fünf Prozent verlangt“, lobte Kirsch.

„Diese Auszeichnung ist uns zugleich Ansporn, auf unserem Weg der erfolgreichen Wiedereingliederung weiter zu gehen. Ziel bleibt es dabei, längere Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden und den zurückkehrenden Beschäftigten jede erdenkliche Hilfe und Unterstützung anzubieten“, so Schmidt. Er versprach, die Prämie für künftige Maßnahmen des Eingliederungsmanagements einzusetzen.

„Das Betriebliche Eingliederungsmanagement wird bei den Vestischen gelebt. Über 70 Prozent der Betroffenen haben das Gesprächsangebot des BEM angenommen. Das zeigt, dass die Betriebsvereinbarung praxisorientiert ist und sich auch für andere Unternehmen mit vergleichbarer Beschäftigtenzahl eignet“, sagte sichtlich erfreut der Aufsichtsratsvorsitzende der Vestischen, Landrat Cay Süberkrüb.


Hintergrund

Das BEM ist seit 2004 gesetzlich vorgeschrieben. Ziel ist es, mit Zustimmung der betroffenen Personen, Möglichkeiten zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit zu finden bzw. mit Leistungen und Hilfen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen, um so den Arbeitsplatz erhalten zu können. „Alle Beschäftigten, die innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen krank sind, können durch das Eingliederungsmanagement Hilfen zur Wiedereingliederung in den Berufsalltag bekommen“, erklärt Kirsch. Dabei berät das LWL-Integrationsamt Westfalen die Arbeitgeber und unterstützt sie auch finanziell. Einmal jährlich zeichnet der LWL Betriebe und Verwaltungen für vorbildliches Betriebliches Eingliederungsmanagement aus.

Bereits im Oktober 2005 hat die Vestische Straßenbahnen GmbH eine Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement abgeschlossen. Ziel der Vereinbarung ist es, die bestmögliche Förderung für jeden Einzelnen zu erreichen. Als Präventivmaßnahmen hat das Verkehrsunternehmen, dessen Gesellschafter der Kreis Recklinghausen sowie die Städte Gelsenkirchen und Bottrop sind, einen Arbeitskreis Gesundheitsmanagement eingerichtet, einen Mitarbeiter zum „Psychologischen Berater im Betrieb“ ausgebildet und an die Mitarbeiter Gutscheine für je zehn kostenlose Krafttrainingseinheiten ausgegeben, die Rückenbeschwerden vorbeugen. Außerdem gibt es bei der Vestischen eine Laufsport- und eine Nordic-Walking-Gruppe. Das Unternehmen hat die Busse mit ergonomischen Fahrersitzen ausgestattet, mitarbeiterorientierte Arbeitszeiten mit einer „Wunscherfüllungsquote“ von 80 bis 90 Prozent haben die Arbeitszufriedenheit gesteigert. „Das alles hat dazu geführt, dass die Krankenquote in den letzten sieben Jahren von zehn auf sechs Prozent zurückgegangen ist“, bilanzierte Schmidt.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)