Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

Kreis RE / Berlin, 08. Februar 2011

Sorge um die Zukunft des Kreiswehrersatzamts

Abgeordnete und Landrat wollen Klarheit für die Beschäftigten
Was wird aus dem Kreiswehrersatzamt Recklinghausen, wenn die Wehrpflicht am 1. Juli ausgesetzt wird? Mit dieser zentralen Frage wandten sich die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Groß und Frank Schwabe gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Recklinghausen, Cay Süberkrüb, in einem Brief an Verteidigungsminister zu Guttenberg.

„In Nordrhein-Westfalen sollen nur noch zwei von zehn Ämtern erhalten bleiben“, so Michael Groß. „Weil bisher völlig unklar ist, welche Standortentscheidungen getroffen werden, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kreiswehrersatzamt in Recklinghausen sehr beunruhigt. Sie sorgen sich berechtigterweise um ihre berufliche Zukunft“.

Frank Schwabe, SPD-Kreisverbandsvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, fordert: „Sollte der Gesetzentwurf gebilligt werden, muss umgehend Klarheit herrschen, welche Aufgaben die Kreiswehrersatzämter übernehmen sollen. Dazu muss die Bundesregierung Stellung nehmen."

„Das Kreiswehrersatzamt Recklinghausen beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter, die in der Region wohnen und ihren Lebensmittelpunkt haben“, erläutert Landrat Cay Süberkrüb. „Eine Aufkündigung des Amtssitzes in unserer ohnehin strukturschwachen Region bedeutet den unwiderruflichen Verlust wertvoller Arbeitsplätze.“

Wieder einmal gingen die Pläne der Bundesregierung zu Lasten der Kleinen und Schwachen, kritisiert Michael Groß. „Zusammen mit den anderen schwarz-gelben Ideen, wie beispielsweise die Reform der Wasser- und Schifffahrtsämter, potenzieren sich die negativen Auswirkungen auf unsere Region.“