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PRESSEMITTEILUNG:

Recklinghausen / Herten, 01. Mai 2010

Ein Radweg von Ewald bis zum Bergwerk Lippe

Herten / Recklinghausen - Ortstermin Bahntrasse - Radweg (04/2010)
Begutachten die Routenführung und einen markanten Punkt der Route: Cay Süberkrüb, Ulrich Carow, Wolfgang Buron, Andreas Freese und Susanne Gobrecht.
„Das wird richtig klasse“ – Landrat Cay Süberkrüb traf sich mit Ulrich Carow an der Stadtgrenze Herten / Recklinghausen, um aus erster Hand und vor Ort aktuelle Informationen über den geplanten Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse zu bekommen.

Künftig sollen dort, wo vor wenigen Jahren noch Güterzüge entlangfuhren, Radfahrer eine eigene Trasse zur Verfügung haben, die von der Halde Hoheward über das Gelände der Zeche Schlägel & Eisen bis zum ehemaligen Bergwerk Lippe in Westerholt führt. Die Route führt über die Stadtgebiete Herten und Recklinghausen und – so sieht es zumindest die Planung vor – bis auf Gelsenkirchener Grund.

Die Pläne für den Umbau zum Radweg sind umfangreich, denn: „So ein Radweg braucht eine eigene Identifikation. Deshalb ist es wichtig, dass man sich vorab intensiv damit befasst. In diesem Fall ist die Überlegung, welche Verbindung es zwischen den Menschen entlang der Trasse gibt“, erklärt Ulrich Carow. Er ist seit 2005 Bereichsleiter IV beim Regionalverband Ruhr (RVR) und für den Bereich Umwelt zuständig.

„Wir haben für diese Aufgabe nicht ohne Grund einen absoluten Fachmann beauftragt“, sagt Ulrich Carow. Gemeint ist damit Andreas Freese vom Landschaftsarchitektenbüro Pridik + Freese in Marl. Er weiß die Qualität dieses Projektes zu schätzen: „Die Strecke hat ganz unterschiedliche Strukturen: Durch den Katzenbusch hindurch, aber auch durch eine tiefe Ebene in Hochlar, das idyllische Stück zwischen Hochlar und Disteln, und wenn es klappt sogar die Fahrt über das Zechengelände Schlägel und Eisen. Auf der Strecke gibt es außerdem viele Punkte, von denen aus das Horizontobservatorium zu sehen ist“, sagt Andreas Freese.

Doch bevor der Bau beginnen kann, gibt es noch einiges in trockene Tücher zu bringen: Momentan laufen die letzten Grundstücksverhandlungen. So dies glatt läuft, kann im Herbst mit der Sanierung der Brücken begonnen werden.

„Das ist ein echtes Pfund und richtig gut für Radfahrer. Man muss nicht vom Weg abweichen, eine Straße überqueren und dann wieder zurück auf die Route“, sagt Cay Süberkrüb, der selbst begeisterter Fahrradfahrer ist.

Die Stelle, an der zwischen Hochlar und Disteln früher ein Bahnübergang war, soll einen Platzcharakter bekommen. Dadurch wird die „Kreuzung“ an der sich Radfahrer und Autofahrer begegnen, gut einzusehen für alle Beteiligten.

Geplant ist, mit dem Bau der 10,6 Kilometer langen Trasse im Frühjahr / Sommer 2012 fertig zu sein. Dies setzt allerdings voraus, dass alle Grundstücksverhandlungen reibungslos zu Ende geführt werden können und bei der Sanierung der Brücken keine bösen Überraschungen auf die Fachleute warten.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)