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Herten / Kreis RE, 04. März 2010

Neueröffnung: Mutter-Kind-Station für postpartale Depression

Acht Plätze für Mütter mit ihren Säuglingen
LWL-Klinik - Neueröffnung Mutter-Kind-Station (02/2010)
Leonore (6 Monate), Stationsleitung Dr. Hannelore Lier-Schehl, Dr. Frauke Nienburg ("Bei aller Liebe)", Pflegedienstleitung Silvia Nienberg, Dr. Luc Turmes (Ärztl. Direktor) und Landrat Cay Süberkrüb beim Besuch der neuen Station.
Leuchtende Farben, ein Spielzimmer, das einlädt – und die Chance für acht Mütter und ihre Kinder, gemeinsam den Weg zueinander und miteinander zu finden: Die LWL-Klinik Herten hat ihre Mutter-Kind-Station neu eröffnet.

„15 bis 20 Prozent aller Mütter entwickeln nach der Geburt eine postpartale Depression“, sagt Dr. Luc Turmes, der Ärtzliche Direktor der LWL-Klinik in Herten. Damit die störanfällige Bindung zwischen Säugling und Mutter bestehen bleiben kann und beide gleichermaßen gut aufgehoben sind, stehen in der Klinik in Herten acht Plätze zur Verfügung.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich hier um Notfälle handelt. Für die Mutter, für das Kind, aber auch für die ganze Gesellschaft“, erklärt Dr. Turmes. So kommt es auch, dass die Klinik in Herten nicht nur den Kreis Recklinghausen und die Stadt Gelsenkirchen versorgt, sondern „faktisch ganz NRW“.

Landrat Cay Süberkrüb sagt anlässlich der Eröffnung: „1984 gab es hier einen Visionär, der als Künstler hier aktiv war: Vic Mejers. Er hat eine Skulptur geschaffen mit einer Mutter und einem Kind. Dass aus einer solchen Vision eine solche Praxis wird, dass das Kind nicht von der Mutter getrennt wird, finde ich wundervoll. Ich bin sicher, diese Einrichtung wird richtungsweisend sein und weit über die Stadtgrenzen hinaus wirken. Ich freue mich, dass wir so eine tolle Einrichtung im Kreis haben. Das ist einer unserer Leuchttürme.“

Besonderen Dank spricht Dr. Luc Turmes dem Verein „Bei aller Liebe“ aus, der sich an der Sanierung beteiligt hat, aber auch regelmäßige Unterstützung für die Finanzierung der Kinderbetreuung bietet: „Wir haben insgesamt die halbe Million Spenden schon überschritten. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.“

Dr. Frauke Nienburg, Vorsitzende des Vereins, betont in ihrem Grußwort: „Ich freue mich, dass wir heute diese Station eröffnen können. Sie ist sehr schön geworden. Ich weiß, dass die Arbeit in diesem Bereich sehr anstrengend ist. Deshalb ist ein ansprechendes Arbeitsumfeld ganz besonders wichtig.“ Die Ärztin, die ihre Facharzt-Weiterbildung vor 18 Jahren in Herten gemacht hat, weiter: „Ich hoffe, dass die Arbeit bald auch die Anerkennung der Krankenkassen findet und künftig ganz übernommen wird.“

(Quelle: Kreis Recklinghausen)