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Kreis RE, 17. Februar 2010

Licht kann Leben retten

Sehen und gesehen werden
Licht kann Leben retten - Fahrradaktion
Marion Bugdoll, Koordinatorin für Radverkehr, und Cay Süberkrüb setzen beim Fahrradfahren auf Reflexmaterialien.
Die Tage werden wieder länger, doch der Winter hat uns weiterhin fest im Griff. Noch immer finden viele Fahrten in der Dunkelheit statt, was besonders für Fahrradfahrer nicht ungefährlich ist. Dabei gilt: Selber etwas zu sehen ist nur eine Funktion der Fahrradbeleuchtung. Die andere, meist noch wichtigere, ist das "Gesehen werden".

Leider denken viele Radfahrer, dass ein defektes Fahrradlicht bei Stadtfahrten nicht viel ausmacht, da sie selbst durch die allgemeine Straßenbeleuchtung genug sehen. Das ist allerdings ein Trugschluss. Bereits bei Dämmerung und erst recht im Dunkeln werden sie von den anderen Verkehrsteilnehmern nur noch schlecht wahrgenommen. „Darum: Licht einschalten!“ fordert der radfahrbegeisterte Landrat Cay Süberkrüb seine Mitfahrer auf.

„Viele Informationen aus dem Straßenumfeld gehen verloren, da sich die Sehschärfe des Menschen bei schlechten Lichtverhältnissen um rund 80% reduziert“, erklärt Marion Bugdoll, Koordinatorin für Radverkehr und Sport bei der Kreisverwaltung. „Die eingeschaltete Fahrradbeleuchtung und reflektierende Materialien können Leben retten“ bekräftigt Cay Süberkrüb.

Speichenreflektoren sind ein Anfang, allerdings reflektieren sie nur punktuell das Licht. Reflektierende Felgen oder Speichen hingegen zeichnen den ganzen Fahrradreifen in Form eines Kreises. Für andere Verkehrsteilnehmer sind Radfahrer sofort und von allen Seiten sichtbar – und als Radfahrer erkennbar.

Neben Reflexmaterialien für das Fahrrad können sich Radfahrer mit reflektierenden Accessoires kleiden. Ob mit Warnweste auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit oder mit einem reflektierenden Anhänger am Schulrucksack – es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Gute Beispiele sind auch Snap- oder Stretchbänder, die sich um das Hand- oder Fußgelenk wickeln lassen.

Je heller und auffälliger sich als Radfahrer kleiden, desto besser werden sie in der Dunkelheit gesehen. Dunkel gekleidete Personen werden erst aus 25-30 Metern wahrgenommen, hell gekleidete bereits aus 40-50 Metern. Personen mit reflektierender Kleidung werden schon aus einer Entfernung von 130-160 Metern gesehen.

Für das Fahren im Dunkeln ohne eingeschaltete Fahrradbeleuchtung können Radfahrer eine gebührenpflichtige Verwarnung bekommen. Entscheidender ist aber die Gefahr, übersehen zu werden. Wer als „unbeleuchteter Radfahrer“ im Dunkeln verunglückt, erhält immer eine Teilschuld zugewiesen, denn der Unfallgegner hatte unter diesen Umständen kaum eine Chance, den Radfahrer rechtzeitig zu erkennen. Die Frage der Vorfahrt ist in solchen Fällen oft nachrangig.

Weitere Informationen: Koordinatorin für Radverkehr und Sport Marion Bugdoll, Kreis Recklinghausen, Telefon 02361/53-3074

(Quelle: Kreis Recklinghausen)