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PRESSEMITTEILUNG:

29. Januar 2010

Deutsche Radfahrlobby spürt Rückenwind

ADFC hat nun 125.000 Mitglieder
Mit nun 125.000 Mitgliedern ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die stärkste Fahrradorganisation in Europa. Das Jubiläumsmitglied Katrin Schlechtriemen kommt aus Gießen in Hessen. Sie erhielt vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden Bertram Giebeler eine gut gefüllte Radtasche. „Unser stetiges Wachstum macht den ADFC unabhängig und schlagkräftig“, sagte Giebeler bei der Auszeichnung.

Der ADFC wurde 1979 in Bremen von dem Verkehrsplaner Jan Tebbe gegründet. Mit dem Vereinsnamen setzte Tebbe ein Zeichen: Wenn es einen großen Automobilclub gibt, dann müsse es auch einen Fahrrad-Club als starke Interessenvertretung für Radfahrer geben. Als er Ende der 1970er Jahre eine Fahrradlobby in Deutschland aufbaute, rüttelte der ADFC an einer der Grundfesten der Gesellschaft: der autogerechten Stadt.

Von der Tourenplanung über Techniktipps bis zur Verkehrspolitik reicht das Engagement der über 450 ADFC-Kreisverbände. Katrin Schlechtriemen: „Ich unterstütze den ADFC, weil er sich für die Rechte der Radfahrer stark macht und für mehr Sicherheit auf unseren Straßen sorgt. Vor allem aber denke ich, dass eine Abkehr vom Auto hin zum Rad die Zukunft ist."

Giebeler: „Heute arbeitet der ADFC als ‚Anwalt’ für mehr als 30 Millionen Radfahrer in Deutschland.“ Vom Bürgermeister bis zum Bundespräsidenten nehmen Gesprächspartner den Verband ernst. In den 30 Jahren hat sich ein Imagewandel vollzogen. Im Vergleich zu Auto, Bus und Bahn gilt das Fahrrad als das Verkehrsmittel mit dem höchsten Spaßfaktor und einer positiven Kosten- und Umweltbilanz. Giebeler: „Fahrradfahren hat sich in all seinen Facetten inzwischen zu einem Megatrend ausgewachsen.“

Der ADFC ist in allen 16 Bundesländern und mehr als 450 Städten und Gemeinden vertreten. Die meisten Mitglieder kommen aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Die größten Zuwachsraten 2009 hatte Mecklenburg-Vorpommern.

(Quelle: ADFC)