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Recklinghausen / Kreis RE, 12. November 2009

Landrat und DGB einig bei Industriepolitik

Die erste Einladung des neuen Landrats Cay Süberkrüb in den „Vestischen Keller“ galt den Gewerkschaften. Im Gespräch zwischen Landrat und DGB-Vorstand ging es um Grundzüge einer regionalen Industriepolitik für den Kreis Recklinghausen und die Emscher-Lippe-Region.

Der Landrat sieht den Kreis Recklinghausen in der Verantwortung für einen beschleunigten Strukturwandel mit Zugewinnen an Arbeitsplätzen: „Es bleibt nur wenig Zeit, die Verluste an industriellen Arbeitsplätzen in den letzten Jahren - vor allem im Umfeld des Bergbaus - zu kompensieren und die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen weiter zu stärken.“ Süberkrüb betonte die Notwendigkeit einer kommunalen Zusammenarbeit im nördlichen Ruhrgebiet, um industrielle Stärke zurückzugewinnen.

Das sahen die Vertreter der Gewerkschaften genauso. Sie verlangten zudem, dass die Region mit einer starken Stimme sprechen muss, um eine einheitliche Positionierung der Emscher-Lippe-Region zu erreichen. „Wenn Kreis und Region nicht zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet aufgerieben werden wollen, ist es zwingend erforderlich, dass sich die Kommunen noch stärker als bisher auf gemeinsame Positionen nach innen und gegenüber Land und Bund verständigen. So wichtig wie für uns die 6.000 Arbeitsplätze am Opel-Standort Bochum sind, sind es auch die über 10.000 Arbeitsplätze in der Emscher-Lippe Region, die ohne Revision der Kohlebeschlüsse verloren gehen werden“, so DGB-Vorsitzender Hülsdünker.

Beim Landrat stieß die DGB-Forderung auf offene Ohren. „Gelsenkirchen, Bottrop und der Kreis Recklinghausen verfügen über viel Entwicklungspotenzial. Das kann nur dann abgerufen werden, wenn wir uns nicht mit ‚Kirchturmspolitik’ selbst im Wege stehen“, stellte Süberkrüb fest. Er versicherte, sich für eine starke regionale Allianz einzusetzen, um gemeinsame die Überwindung der Arbeitsmarktprobleme und der kommunalen Finanzprobleme zu verfolgen und auch den Interessenausgleich bei der Entwicklung des Einzelhandels zu fördern.