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18. August 2009
Marie, 11 Jahre

Ein Geist auf Schloss Wittringen

Der kleine rote Drache
Heute war eine stürmische Nacht und der rote Drache hatte Schwierigkeiten bei seinem Flug über das Kreisgebiet auf Kurs zu bleiben. Der Wind drängte ihn ab und er landete notgedrungen vor dem Wasserschloss Wittringen in Gladbeck.

Er schlich ins Schloss und schaute sich die Räume erst einmal ganz genau an. Nach einer Weile kam er in das Restaurant. Er überlegte, ob er sich etwas zu Essen nehmen sollte. Er nahm sich etwas. Er aß und aß.

Doch plötzlich begann das Licht zu flackern. Der kleine Drache sah auf. Auf einmal rauschte ein kalter Windzug vorbei. Der Drache räumte schnell alle Essenssachen zusammen und schlich weiter. Nun betrat er das Museum. Als er leise die Treppen hoch ging hörte er plötzlich eine piepsige Stimme: „Hilfe, Hilf mir. Da drinnen ist ein Geist!“

Der kleine rote Drache antwortete: „Es gibt doch gar keine Geister!“ Doch dann sah er etwas, das ihm die Nackenschuppen hochstellte. Er sah ein weißes Etwas, das flog. Schnell rannte er weg und versteckte sich hinter einem Schrank.

Die piepsige Stimme, die einer Maus gehörte, sagte: „Siehst Du jetzt, da ist doch ein Geist!“ Nun war auch der kleine Drache davon überzeugt, dass es ein Geist war. „Vielleicht war es ja gar kein Geist“, flüsterte er der Maus zu, um sich selber Mut zu machen. Vorsichtig lugte er hinter dem Schrank in den Raum hinein.

Der Geist hatte sich von der Stelle bewegt. Nun flatterte er im Wind. Der Geist sah gar nicht mehr so gruselig aus. Der kleine Drache fasste all seinen Mut zusammen und schlich sich in den Raum. Dann fiel ihm ein Stein vom Herzen: der vermeintliche Geist war nur eine Gardine, die im Wind flatterte. Das zeigte er der Maus, die sich nun langsam beruhigte.

Doch es wurde schon bald Morgen und der Drache musste sich auf den Heimweg machen. Am Zauberberg angekommen erzählte er seinen Freundinnen, den Feen und Elfen von seinem Abenteuer.