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11. August 2009
Marie, 11 Jahre

Der rote Drache hilft dem kleinen Pferd

Der kleine rote Drache
In einer schönen, klaren Sommernacht, als sich der rote Drachen gerade die Sterne ansah, kam ein kleines Eichhörnchen zum Drachen. Es sagte ganz verzweifelt zu ihm: „Kleiner roter Drache, bitte hilf mir! Ich komme gerade vom Feuler-Hof in Marl, Jonas, eins der Pferde, auf dem die behinderten Kinder immer reiten dürfen, hat sich am Zaun den Huf eingeklemmt. Kannst Du ihn befreien, sonst kann er morgen nicht beim Therapie-Reiten mitmachen.“
Der kleine rote Drachen sah sich das Eichhörnchen an – viel zu klein, um einen Pferdehuf aus der Klemme zu befreien und völlig verzweifelt. Mit dem Eichhörnchen auf dem Rücken schwang er sich in die Luft nach Norden. Das Eichhörnchen flüsterte ihm die Richtung ins Ohr und so landeten sie direkt neben der Pferdewiese.

Die Pferde auf dem Feulerhof sind sehr geduldig und ruhig, weil sie ja ausgebildete Therapiepferde sind. Jonas aber ging es wirklich schlecht. Mit verdrehtem, eingeklemmtem Huf stand er am Zaun und konnte sich nicht befreien. Zweimal Feuerfauchen, den Draht auseinander biegen und vorsichtig den Huf anheben – schon war Jonas frei und trabte erleichtert zur Tränke.

Am Morgen, als der kleine rote Drache schon wieder am Zauberberg war, holten die Zivis des Feulerhof Jonas in den Stall um das Pferd zu putzen und zu satteln. Dem Huf des Pferdes ging es schon wieder richtig gut. Keiner hatte von der nächtlichen Rettungsaktion etwas gemerkt. Jonas konnte laufen wie ein junges Fohlen und die behinderten Kinder hatten viel Spaß bei Reiten.

Der kleine rote Drachen musste heute aber bis in den Vormittag ausschlafen und merkte gar nicht, dass die ersten Menschen schon wieder über seinen Rücken auf den Zauberberg liefen.