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10. August 2009

Sigmar Gabriel redet Klartext

Bei seinem Besuch in Castrop-Rauxel war Klartext angesagt.
Dass Schwarz-Gelb in NRW von den Kosten des Steinkohlebergbaus rede ohne je die Riesenbeträge für die Atomkraft dagegenzuhalten sei unredlich, war eine der wichtigen Aussagen bei dem Treffen. "In die Asse wurden jahrelang hochradioaktive Abfälle gleichsam kostenlos reingeschüttet - die Atomwirtschaft muss unbedingt für die Endlagerung kräftig zahlen", stellte Sigmar Gabriel klar.

Die Kernkraftwerke seien anders als Kohlekraftwerke nur grundlast-, nicht spitzenlasttauglich. Und die Spitzenlast erst verursache hohe Kosten. Daran müssten die Grundlastgewinne beteiligt werden. Für die 60% Strombedarf, die über kurz oder lang nicht mit erneuerbarer Energie erzeugt werden könne, müssten auch geeignete Kohlekraftwerke insbesondere unter Nutzung aller Möglichkeiten zur Kraft- Wärme - Koppelung eingesetzt werden.

Auch zu allgemeinpolitischen Themen sprach Gabriel den Zuhörern aus der Seele: "Es ist zutiefst sozialdemokratisch, als Ziel für die nächsten Jahre auszugeben, dass die Menschen wieder Arbeit finden, wie es Frank-Walter Steinmeier getan hat. Und Voraussetzung dafür ist eindeutig beste Bildung für alle, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern."

Johannes Beisenherz, Bürgermeister von Castrop-Rauxel und Cay Süberkrüb, als Landrat 2009 von der SPD nominiert, dankten Frank Schwabe, dass es ihm gelungen ist, dieses politische Schwergewicht nach Castrop-Rauxel zu holen.