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31. Juli 2009

Chemiepark in Marl - das Kraftpaket in der Region

Einen spannenden Morgen erlebten die Mitglieder und Gäste der Halterner SPD, unter anderem Landratskandidat Cay Süberkrüb, Bürgermeisterkandidat Harry Meyer und SPD-Bundestagskandidat Michael Groß beim Besuch des Chemieparks in Marl.

Das besondere Interesse der Besuchergruppe galt dabei nicht nur der aktuellen Kraftwerksdiskussion, sondern besonders auch der zukünftigen Entwicklung des Chemieparks als Arbeitgeber für die ganze Region.
Dabei erfuhren die Halterner ganz nebenbei, dass von der Zahl der dort beschäftigten Arbeitnehmer Haltern am See die viertgrößte Chemiestadt der Region ist.

Dr. Klaus-Dieter Juszak, Leiter des Standortmanagement bei Infracor, informierte die Halterner persönlich über den Chemiepark Marl. Der energetisch autarke Chemiestandort schafft es mit einer hocheffizienten Produktion 60% der Produkte auf dem Weltmarkt abzusetzen.
Infracor als Standortbetreiber stellt dabei neben der Energie und dem Entsorgungsmanagement auch eine Reihe anderer für die Betriebe wichtige Dienstleistungen bis hin zur Werksfeuerwehr zur Verfügung.
Aufgabe des Standortbetreibers ist natürlich auch die Bereitstellung kostengünstiger Energie für die ansässigen Unternehmen, um im globalen Marktgeschehen konkurrenzfähig zu bleiben. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Kraftwerksplanung am Standort Marl ein Beitrag zur Zukunftssicherung des Standortes.

Voraussetzung für die Sozialdemokraten für ein neues Kraftwerk am Standort Marl ist zweierlei: Wie kann eine optimale Kraft-Wärme-Koppelung erreicht werden und welcher Beitrag wird zur Sicherung der Arbeitsplätze geleistet.
Anders als an Solitärstandorten ohne industriellem Abnehmer für Wärme und Prozessdampf werden hier nach den Informationen Gesamtwirkungsgrade von bis zu 80% erreicht. „Warum sollten wir wertvolle Energieformen über Kühltürme oder Flusssysteme verschenken? Nur bei optimaler Ausnutzung aller Energieformen schaffen wir es, wirtschaftlich den Energiebedarf des Standorts zu decken.

Und natürlich fragt uns die Strombörse dann, wenn anderenorts im Sommer Atomkraftwerke wegen zu niedriger Kühlmöglichkeit zurückfahren müssen, ob wir mit unseren konventionellen Kraftwerken Strom ins Netz liefern können.“ hieß es in der Diskussion. „Klar ist auch, dass ohne Erneuerung und wirtschaftliche Optimierung der Standort nicht gesichert werden kann.“

„Weil wir wissen, wie wertvoll die Arbeitsplätze im Chemiepark sind, werden wir alles tun, um optimale Rahmenbedingungen zu unterstützen“, betonten Cay Süberkrüb, Michael Groß und Harry Meyer einhellig.

Welche Entscheidung letztendlich fällt, ist noch völlig unklar. Ob Gas oder Kohle eingesetzt wird und in welcher Größenordnung hängt von vielen Faktoren ab, entscheidend werden aber langfristige politische Rahmenbedingungen sein. Revisionsklausel zum Kohleausstieg, Entwicklung des Emissionshandels, fehlende Gaspipeline vom Fernnetz zum Standort seien nur als Stichworte genannt.