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31. Juli 2009

Folge 2: Zauberberg und Himmelsbögen

Die Geschichte vom kleinen roten Drachen, Fortsetzung
Der kleine rote Drache
Das Ei des letzten roten Drachen an der Emscher ruhte lange Jahre tief in der Erde. Vor fast 200 Jahren dann entdeckten die Menschen an Ruhr und Emscher die tief in der Erde verborgenen Kohleschichten und die Kraft und Wärme, die die Kohle ausstrahlen konnte. Sie gruben nach Kohle und schütteten das taube Gestein zu großen Haufen, den Halden.

Oft waren diese Halden keine Schönheiten, es waren Kegel oder eintönige Haufen, keine Berge, in denen Trolle, Feen und Drachen leben konnten. Erst als die Menschen sich sagten, dass solche Steinhaufen doch anders aussehen müssten, so wie richtige Berge, mit Bäumen und Wegen und Tälern, wurden die Tiere wieder heimisch und mit den Tieren kehrten auch die Trolle und Elfen zurück in den Emscherbruch.

Manche Menschen riefen: „Seht doch, ein Zauberberg“, andere meinten, „Landschaftspark Hoheward“ klinge viel moderner. Den Trollen und Elfen war es egal, sie hatten ihre Tanzplätze im Nebel wiedergefunden, auch die Tümpel mit den Glühwürmchen.

Die Menschen merkten, dass man oben auf diesem Berg viel näher am Himmel war, dass die Autos gar nicht mehr zu hören waren und einer von ihnen hatte die Idee: „Hier oben gehören Himmelsbögen hin, die zeigen, wie die Sonne steht.“ Und dann sah man von Weitem die mächtigen Bögen wachsen, sich recken und zusammenstoßen und endlich stehen, von weit her sichtbar.

Weitere Jahre gingen ins Land. Das Ei des feuerroten Drachen lag weiter von Kohle- und Gesteinsbrocken bedeckt.

Fortsetzung folgt...