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PRESSEMITTEILUNG:

17. Juni 2009

Marc Jan Eumann und Ute Schäfer: Studenten und Schüler kämpfen zu recht für bessere Studien- und Lernbedingungen

Die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan Eumann und Ute Schäfer, begrüßten heute den gemeinsamen Bildungsstreik von Studenten und Schülern in Nordrhein-Westfalen. "Die Studentinnen und Studenten demonstrieren zu recht für bessere Studienbedingungen. Für ein Studium in überfüllten Hörsälen müssen sie auch noch Kredite aufnehmen, um die Studiengebühren finanzieren zu können. Jetzt halten sie mit ihren Plakaten der schwarz-gelben Landesregierung den Spiegel vors Gesicht. Sie hat mit der Einführung von Studiengebühren und dem so genannten Hochschulfreiheitsgesetz diese Bildungssituation zu verantworten. Die massiven Proteste sind Ausdruck der schlechten Stimmung und Studienbedingungen an den nordrhein-westfälischen Hochschulen", kommentierte Eumann. In Nordrhein-Westfalen würden in Zukunft 60.000 Akademiker mit durchschnittlich mehr als 5.000 Euro Schulden ins Berufsleben geschickt. Diese Aussichten schreckten viele Studienberechtigte von einem Studium ab. Nach der Abschaffung der Studiengebühren in Hessen, sei dort die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger um 17 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung sei auch in NRW möglich. "Studiengebühren sind sozial ungerecht, befördern den Fachkräftemangel und bremsen die Entwicklung in NRW. Sie gehören deshalb abgeschafft. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Deshalb setzt sich die SPD-Fraktion für eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule ein", erklärte der SPD-Hochschulexperte.



Auch die Proteste der Schülerinnen und Schüler seien berechtigt. "Der eklatante Lehrermangel, viel zu große Klassen, die umstrittenen Kopfnoten, ein enormer Leistungs- und Zeitdruck durch die dilettantische Einführung des Abiturs nach 12 Jahren und die verbindlichen Grundschulgutachten für ein dreigliedriges Schulsystem, das bereits neunjährige Kinder nach vermeintlichen Begabungen sortiert, haben die Schülerinnen und Schüler auf die Straße getrieben. Es ist ihr gutes Recht für bessere Lernbedingungen zu kämpfen. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat in der Bildungspolitik versagt", kritisierte Ute Schäfer.