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Haltern am See, 28. Mai 2009

Zukunftsstrategie Erneuerbare Energien

Spannender Diskurs bei der Halterner SPD
Dr. Helge Wendenburg bei der Halterner SPD
Gut informiert durch Dr. Helge Wendenburg: v.l. Harry Meyer, Heike Brüggemann,Erwin Kirschenbaum, Dr. Helge Wendenburg,Heinrich Wiengarten, Beate Pliete, Maria Kaldeweide, Wolfgang Kaiser
Einen spannenden Nachmittag erlebten die Gäste der gut besuchten Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Haltern-Mitte am Mittwoch im Hotel Seehof. Dr. Helge Wendenburg, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, gab einen umfassenden Überblick über den Stand der Klimaschutzpolitik des Bundesumweltministeriums und fundierte Einschätzungen über den Einsatz der erneuerbaren Energien.

Dr. Wendenburg war kurzfristig für den Parlamentarischen Staatssekretär Michael Müller eingesprungen, der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer CCS Konferenz in Norwegen vertreten musste, bei der es um die Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid geht – ein wichtiges Thema insbesondere für den zukünftigen Betrieb von Kohlekraftwerken.

Dr. Helge Wendenburg machte schnell deutlich, dass es Deutschland gelingen wird, die Ziele in der Klimapolitik zu erreichen. Einen grossen Beitrag leistet hierzu die Einsparung von Energie durch bessere Wärmedämmung und Einsatz moderner Heiztechniken. Die energetische Sanierung von Gebäuden ist deshalb auch ein großer Bestandteil des Konjunkturpakets des Bundes. Der Einsatz von Blockheizkraftwerken, Solaranlagen und Anstrengungen in der Solarthermie – dezentral und computergesteuert sind hier die entscheidenden Stichworte für die Stadtwerke. Die Halterner SPD erntete auch Lob vom Referenten, der sich über das Wahlprogramm informiert hatte. Die Einrichtung einer Energieberatung bei der Stadt, verzahnt mit den KFW Kreditmitteln durch Vermittlung der Sparkasse und dem Einsatz des örtlichen Handwerksgewerbes verspricht gute Erfolge.

Für Industrieanlagen, die dauerhaft Energie benötigen wie Aluminiumhütten oder Chemieanlagen wird für die nächsten 30-50 Jahre noch der Einsatz fossiler Energieträger notwendig sein beim Festhalten am verabredeten Atomausstieg – hocheffiziente Kraftwerke, CCS fähig, sind hier das Ziel. Ein großes Potential sieht Dr. Wendenburg insbesondere in der Biomasse – von der Gülle über Speiseabfälle bis zu Altfetten. Durch Speicherkazitäten könnte Biogas grundlastfähig werden. Bei kommunalen Kompostierungsanlagen sollte daher eine Vergärungsanlage vorgeschaltet werden, um das Potential zu nutzen.

Große Aufgaben sah Wendenburg auf die Stadtplanung zukommen. auch wenn sich die Erderwärmung auf 2 Grad begrenzen lässt: Verschattungsräume, Kaltluftinseln, Renaturierung von Bachläufen, Luftschneisen waren Stichworte, die sich Moderator und Leiter des Arbeitskreises Umwelt des SPD Stadtverbandes, Wolfgang Kaiser und Heike Brüggemann vom SPD Ortsverein Haltern- Mitte hier für zukünftige Überlegungen notieren konnten.