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28. Mai 2009

Margret Gottschlich: Lehrerlücke, Unterrichtsausfall, Klassengrößen

- Rüttgers bricht seine Wahlversprechen in der Schulpolitik
"Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat den Schulen vor der Landtagswahl 2005 das Paradies auf Erden versprochen. Der Unterrichtsausfall sollte behoben und die Klassen kleiner werden. Sogar von einem Unterrichtsausfallgesetz war die Rede. Die Realität, von der uns die Schulen, Eltern und Schüler berichten, sieht anders aus", sagt die Landtagsabgeordnete der SPD, Margret Gottschlich.

Deshalb wollten wir in 86 Kleinen Anfragen wissen, wie die Lehrerstellensituation ganz konkret vor Ort aussieht. Das Ergebnis der Auswertung ist ein Offenbarungseid einer verfehlten Bildungspolitik. In Herten sind insgesamt 12 Lehrerstellen nicht besetzt. Besonders betroffen sind davon die Grundschulen, kritisierte die Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion.

Allein der Unterrichtsausfall in Herten beträgt 11.910 Stunden. Von den vollmundigen Versprechen vor der Landtagswahl sind ein Jahr vor dem Ende der Legislaturperiode nur gebrochene Versprechen geblieben", erklärte Gottschlich.

Darüber hinaus säßen in rund 28 Schulklassen in Herten 30 und mehr Schülerinnen und Schüler. "Rund 872 Schülerinnen und Schüler müssen Tag für Tag an den Schulen in Herten mit 30 und mehr Mitschülerinnen und Mitschülern zusammen in einer Klasse lernen", so Gottschlich. Ausreichend Zeit für einzelne Schülerinnen und Schüler und individuelle Förderung seien so nicht mehr möglich.

Wir bleiben dabei: Es war ein großer Fehler, den Mangelfacherlass, der die Verbeamtung von Lehrkräften in so genannten Mangelfächern bis zum 45. Lebensjahr vorsah, zu streichen. Die Folgen können wir jetzt beobachten: Die Lehrkräfte wandern in andere Bundesländer ab, die ihnen attraktivere Arbeitsbedingungen bieten", bemängelte die Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion.