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Datteln-Horneburg, 14. Mai 2009

Cay Süberkrüb im Förderschulinternat Schloss Horneburg

Wichtiger Baustein Familien ergänzender Erziehung
Besuch im Förderschulinternat Schloss Horneburg
Institutsleiterin Margret Hartmann (li.) führte ihre Gäste Cay Süberkrüb und Susanne Gobrecht (Dezernentin für Umwelt und Bauen beim Kreis Recklinghausen) auch in den Schloss-Garten.
Sehr beeindruckt von der konzeptionellen und inhaltlichen Arbeit zeigt sich Cay Süberkrüb im Förderschulinternat Schloss Horneburg anlässlich eines mehrstündigen Besuchs. Schloss Horneburg wurde zum ersten Mal vor über 600 Jahren urkundlich genannt, berichtet Institutsleiterin Margret Hartmann dem Hertener Kämmerer. Vor allem die konzeptionelle Arbeit der Einrichtung steht bei diesem Treffen im Mittelpunkt.

Immerhin hatte Margret Hartmann mit Cay Süberkrüb nicht nur den, den die SPD als Landrat 2009 nominiert hat, zu Gast, sondern auch den ehemaligen Fachbereichsleiter Schule und Jugend der Stadt Herten. „Klasse, dass wir so schnell auf den Punkt kommen konnten. Es ist gut, einen Fachmann zu Gast zu haben, der unsere Arbeit einschätzen kann“, freut sich Margret Hartmann.

Eigentümer des Gebäudekomplexes ist heute der Kreis Recklinghausen. Nach einer wechselvollen Geschichte befindet sich in dem historischen Gebäude seit 1965 das Förderschulinternat in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Diözese Münster e.V.

Seit Beginn der 90er Jahre leben hier vornehmlich Kinder und Jugendliche im Rahmen der Hilfe zur Erziehung oder werden in Form von Familien ergänzender Betreuung im Internat oder im Tagesinternat unterstützt. Der Erziehungsnot vieler Eltern, so Margret Hartmann, könne durch Inanspruchnahme der differenzierten teilstationären oder stationären Hilfen des Internates so begegnet werden, dass dauerhafte Fremdunterbringung und Fremderziehung vermieden werden könne. Durch die regelmäßige Rückkehr in den familiären Haushalt an den Wochenenden und in den Ferien verbleibe der Lebensmittelpunkt der Kinder und Jugendlichen innerhalb der familiären Bezüge.

„Unser Ziel ist, die Familien zu befähigen, wieder mit den Kindern zusammen zu leben. Dazu gehört eine intensive Begleitung der Kinder wie auch ihrer Eltern“, erklärt Margret Hartmann, und führt ihren Besuch durch die verschiedenen Bereiche des Gebäudes. Überall fallen den Gästen Lebenszeichen der jungen Menschen auf, die jetzt, am Vormittag, in vielen verschiedenen Schulen unterreichtet werden: Skulpturen oder auch Gemälde und Fotos, attraktiv in Rahmen an den Wänden präsentiert. „ Auf die Kunstgegenstände müssen wir nicht aufpassen. Diese Sachen werden von allen gehütet. Sie haben einen hohen Wert für die Kinder und Jugendlichen“, berichtet die Einrichtungsleiterin.

Angetan zeigt sich Cay Süberkrüb insbesondere von den beeindruckenden Räumlichkeiten für Sport, kreatives Werken, Musik und Entspannung – und vom weitläufigen Außenbereich mit Klettergarten und vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

„Das ist eine hervorragende Idee“, schätzt Süberkrüb die weitergehende Initiative von Margret Hartmann ein, eine schulische Modellmaßnahme für Kinder aus allen Schulformen, die im Regelschulsystem vorübergehend nicht integriert werden können. „Viel zu viele Kinder werden in unserem Schulsystem aussortiert und durchgereicht. Kinder müssen nicht funktionieren, wie Schule das zu oft erwartet. Junge Menschen sind Persönlichkeiten mit dem Recht auf individuelle Entwicklung. Gegenseitiger Respekt und Toleranz der Erwachsenen sind unverzichtbar.“

Weitere Informationen zum Internat Schloss Horneburg gibt es auf der Homepage des Internats Schloss Horneburg