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Brief - Liebe Lotta

BRIEF:

16. April 2009

Liebe Lotta,

Du fragst, was da eigentlich im Kreis Recklinghausen los ist und warum ich mich in der Sache erst ein Mal zu Wort gemeldet habe.

Worum geht es eigentlich? Es geht um die Wahrheit. Es geht darum, was wirklich passiert ist und wer wofür geradestehen muss.

Bisher gab es einen großen Berg aus Vermutungen, Fakten, Meinungen und Gerüchten – und es gibt viele selbsternannte Richter.

Dabei sind nur zwei berufen, das alles zu sortieren und zu entscheiden: Auf der einen Seite der Regierungspräsident. Er ist laut Gesetz in solchen Fällen Vorgesetzter des Landrats. Und auf der anderen Seite die Staatsanwaltschaft und das Gericht, wenn es um Strafbarkeit geht.

Ich bin stinksauer, dass dieses Thema jetzt schon seit Wochen immer wieder durch die Presse geistert. Die Mitarbeiter im Kreishaus, die Politiker im Kreistag, die Menschen im Kreis wissen, dass wir uns beileibe um wichtigere Fragen kümmern müssen. Ich erwarte vom Landrat selbst, von der Bezirksregierung und der Staatsanwaltschaft, dass sie offene Fragen und Konsequenzen so schnell wie möglich klären.

An meiner Position ändert sich nichts: Ich werde mich nicht an Vorverurteilungen beteiligen und keine Freifahrtscheine ausstellen. Es fällt mir auch nicht leicht, ruhig abzuwarten, bis die Fachleute ihre Arbeit gemacht haben, aber einen anderen korrekten Weg gibt es nicht.

Liebe Grüße

Cay