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Kreis RE, 09. März 2009

Zukunft des Kreises gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln

Cay Süberkrüb zu Gast auf der Pfarrkonferenz
Cay Süberkrüb folgte am Montag der Einladung von Superintendent Peter Burkowski zu einer Pfarrkonferenz des evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen. Im Mittelpunkt der regelmäßig stattfindenden Pfarrkonferenzen stehen Themen aus dem Gemeindealltag oder aus gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Grund für die Einladung von Cay Süberkrüb ist die in 2009 bevorstehende Neuwahl des Landrates für den Kreis Recklinghausen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer sind sehr interessiert daran zu erfahren, wie sich der Kreis Recklinghausen weiterentwickelt. Neben Süberkrüb, als Landrat 2009 von der SPD nominiert, nahm auch der Kandidat der CDU an der Konferenz teil.

Insbesondere mit dem seit Jahren rückläufigen Arbeitsplatzangebot und den demografischen Veränderungen steht unsere Region vor großen Herausforderungen, die viele Probleme mit sich bringen, für die es gilt, Lösungen zu schaffen. Welche Möglichkeiten Landrat und Kreisverwaltung besitzen, erläuterte Cay Süberkrüb in der Gesprächsrunde.

Vier große Aufgabenschwerpunkte stellt Cay Süberkrüb für eine künftige Kreispolitik in den Vordergrund. Beste Bildung, Wirtschaft fördern: Arbeit schaffen, soziale Gerechtigkeit und Gemeinschaft der Generationen.

„Diese Themenfelder sind die Eckpfeiler, die gemeinsam neu ausgerichtet werden sollen, damit sich der Kreis mit seinen über 600.000 Einwohnern in eine positive Zukunft entwickelt“, so Süberkrüb. „Um das Bündel von Aufgaben schultern zu können müssen Städte und Kreis mit Kirchen, Interessenvertretungen, Gewerkschaften und den übrigen Beteiligten eng zusammenarbeiten und gemeinsam ihre Stärken ausspielen und den Herausforderungen geschlossen begegnen.“

„Die Beschäftigungsquote im Kreis Recklinghausen entspricht in keiner Weise dem industriepolitischen Anspruch vor Ort. Sie liegt hier nur bei etwas über 30%, während sie im Land NRW fast 50% beträgt“, rechnet Süberkrüb vor. „Gegenwärtig gibt es nur für 10 % der Menschen, die ohne Arbeit sind, eine Arbeitsstelle. Persönliche Probleme am Arbeitsplatz oder Arbeitslosigkeit führen zu Problemlagen für die gesamte Familie von der gerade Kinder betroffen sind.“

Die Förderung der nachwachsenden Generation ist daher das besondere Anliegen des vierfachen Familienvaters Süberkrüb. Bildung steht dabei für ihn im Mittelpunkt. Ziel ist es, ein gerechteres Bildungswesen auszubauen, das jungen Menschen Spitzenleistungen ermöglicht und Chancengleichheit für alle bietet. Der Aufbau eines flächendeckenden Ganztagssystems für alle Bildungseinrichtungen, das von der Betreuung der Kinder vom dritten Lebensjahr über die Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen reicht, muss dabei Priorität haben.

„Insgesamt werden sozialstrukturelle Verwerfungen und Brüche im Kreis jedoch nur bei einer deutlichen Steigerung der Beschäftigtenquote erreicht werden können“, so Süberkrüb weiter. Chancen für eine positive Beschäftigungsentwicklung im Kreis sieht Süberkrüb darin, „dass im Kreis angesiedelte Industriebetriebe Produkte, Technologien und Problemlösungen entwickeln, die sich weltweit vermarkten lassen.“

„Dazu müssen Ausbildung und Forschung, Produkt- und Technologieentwicklung in Unternehmen eng miteinander vernetzt werden“, so Süberkrüb weiter. „Wir wollen in der angewandten Wissenschaft Entdeckungen, neue Technologien und Ideen auf direktem Weg in Produkte und Arbeitsplätze im Kreis Recklinghausen ummünzen. Mit einem Ausbau des Chemieparks in Marl und dem Newpark in Datteln werden die Weichen in die richtige Richtung gestellt.“

Mit Blick auf die erneuerbaren Energien und entsprechende Initiativen im ganzen Kreis betonte Süberkrüb: „Strategische Industriepolitik für den Kreis Recklinghausen ist auch ökologische Industriepolitik. Der Gedanke der ökologischen Nachhaltigkeit ist kein Wachstumshemmnis, sondern Wachstumsmotor.“