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Herten, 04. März 2009

Teilhabe am Leben

Besuch der Wohnstätte an der Kaiserstraße in Herten
Besuch der Behindertenbeauftragten Karin Evers-Meyer in Herten
Die Behindertenbeauftragte Karin Evers-Meyer (3. v. r.) vor Ort im Gespräch mit Alexandra Sollbach, Katharina Mende, Cay Süberkrüb, Waltraud Lehn, Vera Buttermann, Uwe Hildebrandt, Werner Arndt, Michael Groß und Christian Bugzel.
Zu den Menschen hinzugehen ist für die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer, ein zentraler Teil ihrer Arbeit. „Nichts über uns ohne uns“, lautet ihr Motto. Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Waltraud Lehn besuchte sie die Hertener AWO-Wohnstätte für Menschen mit geistigen sowie mit Körper- und Schwerst-Mehrfachbehinderungen an der Kaiserstraße.

In dem 2007 eröffneten Haus sprach Evers-Meyer nicht nur mit Uwe Hildebrandt, Leiter des AWO-Geschäftsbereichs Stationäre Behindertenhilfe und Geschäftsführer des Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen, und Leiterin Alexandra Sollbach. Besonders wichtig war ihr der Kontakt zu den Bewohnern, die durch den vierköpfigen Heimbeirat (Sven Schulte-Fischedick, Melanie Kropf, Katharina Mende und Vera Buttermann) vertreten waren. Die SPD-Kandidaten Michael Groß (Bundestag) und Cay Süberkrüb (Landrat) sowie die Vorsitzenden der Sozialausschüsse Herten, Christian Bugzel, und Marl, Werner Arndt vervollständigten die Gesprächsrunde.

„Ich fühle mich hier sehr wohl“, meinte Melanie Kropf und erntete von ihren Mitbewohnern zustimmendes Kopfnicken. „Nur der schnelle Betreuungswechsel war anfangs gewöhnungsbedürftig“, ergänzte sie. Voraussetzung für das Wohl eines jeden Menschen ist die Teilhabe an Arbeit und Freizeitangeboten. In diesem Wissen fragte die Behindertenbeauftragte genauer nach. Beschäftigt seien die Bewohner in der Glück-Auf-Werkstatt in Bertlich, wo sie Grußkarten erstellen, erläuterte Leiterin Sollbach. „Doch gerade für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen ist es schwierig, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.“

Grundsätzliche Aufgabe der Einrichtung ist, die dort lebenden Menschen auf ein selbstständiges Wohnen vorzubereiten. Dabei ist auch die Nähe zum Arbeitsplatz und zur alten Heimat, der Kontakt zu Familie und Freunden, wichtig. „Unsere Wohnstätte ist sehr gefragt“, erläuterte Uwe Hildebrandt, „Schon jetzt stehen 40 Personen auf der Warteliste.“