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20. Februar 2009

Völlig durchgeknallt?

P. Mißfelder, CDU-MdB aus der Region, hat, so schreiben die Ruhrnachrichten und die WELT, die Erhöhung des Hartz IV Satzes für Kinder ab 1.Juli 2009 als „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“ bezeichnet. Auf einer christdemokratischen Veranstaltung in Haltern am See fielen diese Worte.

Cay Süberkrüb, als Landrat 2009 von der SPD nominiert, reagiert empört und fassungslos: „Praktisch jedes dritte Kind unter fünf Jahren im Kreis Recklinghausen lebt von Hartz IV. Ihren Eltern pauschal zu unterstellen, dass sie das für die Kinder dringend benötigte Geld in Alkohol und Zigaretten umsetzen, ist eine bodenlose Frechheit. Da müssen bei Mißfelder alle Sicherungen durchgeknallt sein.“

Mißfelder, so die SPD im Kreis Recklinghausen, soll sich öffentlich für seine beleidigenden Äußerungen entschuldigen. Er zeige deutlich, wes Geistes Kind er ist und setze seine verbalen Entgleisungen nahtlos fort. Bereits im August 2003 schlug er vor, künstliche Hüftgelenke für alte Menschen nicht mehr zu bezahlen.

„Eine solche Äußerung disqualifiziert Mißfelder als Bundestagsabgeordneten hier in der Region endgültig“, so Süberkrüb. „Ist diese Haltung bei seinen konservativen Parteifreunden verbreitet? Wer hier im Kreis Recklinghausen Landrat werden will, muss sich ebenfalls von solchen Positionen eindeutig distanzieren."

Süberkrüb weiter: "Im Kreis Recklinghausen brauchen wir keine Politiker, die mit dumpfen Stammtischparolen auftreten, sondern Hilfe von Bund und Land, um die drückenden sozialen Lasten zu bewältigen und den Menschen ohne Arbeit Perspektiven zu geben. Vor allem unsere Kinder haben ein Recht auf breite Solidarität der Gesellschaft, gerade wenn ihre Eltern keine Arbeit haben.“