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Oer-Erkenschwick, 13. Februar 2009

Kreis Recklinghausen: kraftvoll in der Metropole Ruhr

SPD beschließt Wahlprogramm
„Unser Auftrag ist für alle ein gutes Leben zu sichern, mit Toleranz, Wertschätzung und Solidarität. Und zwar heute, im wirklichen Leben. Nicht erst im Jenseits.“ So schloss Cay Süberkrüb, als Landrat 2009 von der SPD nominiert, seine Rede ein zum Beschluss des Programms der Kreis-SPD auf ihrem Parteitag am 12. Februar in Oer-Erkenschwick.

Vier große Aufgabenschwerpunkte hat die SPD in ihrem Programm für die Kreispolitik nach vorne gestellt: Wirtschaft fördern: Arbeit schaffen, Beste Bildung, Soziale Gerechtigkeit und Gemeinschaft der Generationen.

„Diese Themenfelder sind die Eck¬pfeiler, die gemeinsam neu ausge¬richtet werden sollen, damit sich der Kreis mit seinen über 600.000 Einwohnern in eine positive Zukunft entwickelt“, so Süberkrüb weiter. „Um das Bündel von Aufgaben schultern zu können müssen die Städte und Kreis gemeinsam ihre Stärken ausspielen und den Herausforderungen geschlossen begegnen.“

Zu den einzelnen Themen sagte Süberkrüb in seiner Rede an die Parteidelegierten unter anderem folgendes: „Die Gewerkschaft IGBCE erwartet unsere Solidarität. Jetzt ist Ziehung für die Kohlebeschlüsse 2012. Wir wollen dass die Schachtanlage Auguste Victoria in Marl langfristig weiterfördert. Und damit eins klar ist: Mit uns gibt es beim Atomausstieg keine Revisionsklausel. Wir stehen für den Standort des Kohlekraftwerks am Chemiepark. Die nötige Energieversorgung mit Präsenzenergie darf nicht in Frage stehen.“

Zu den Plänen für den Newpark in Datteln stellt Süberkrüb klar: „Wir brauchen da kein neues Gewerbegebiet. Dafür haben wir genug Zechenbrachen. Wir wollen da keine Baumärkte und Möbelriesen. Wir müssen die industrielle Basis hier in der Region wieder verbreitern. Wir brauchen innovative Industrien. Stellt euch einen zweiten Chemiepark vor. Mit ebenso vielen Arbeitsplätzen.“

Zum Thema Gemeinschaft der Generationen: „Das geht nur gemeinsam. Spalter der Gesellschaft wie Mißfelder können das nicht. Hüftgelenke müssen nach medizinischem Bedarf eingesetzt werden und nicht nach Alter.“

Für den von der SPD für 2009 nominierten Landrat ist es bedrückend und unerträglich, dass im Kreis jedes dritte Kind unter fünf von Hartz IV lebt: „Wir haben gerade mit den Hauptschulen gesprochen. Ich will, dass die Kinder in den Kindergärten und den Schulen beste Bildung bekommen, Chancen für ihr leben. Dazu gehört auch, dass sie nicht hungrig zur Schule kommen und hungrig wieder nach Hause gehen.“

„Wir haben nur für 10% der Menschen, die ohne Arbeit sind, eine Arbeitsstelle. Wir müssen einen zweiten Arbeitsmarkt aufbauen mit fairer Bezahlung ohne - wie beim Grullbad - Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt zu gefährden.“

„Die Krise der Weltwirtschaft trifft unsere Region in voller Härte“, sagte Süberkrüb. „Franz Müntefering hat schon vor Jahren vor den Heuschrecken gewarnt. Damals hätten ihn die Banker am liebsten als Ketzer verbrannt. Und es ist schlimmer gekommen. Alle wissen, die Zeche bezahlen nicht die Finanzjunkies - die Zeche bezahlen wir. Wir wissen jetzt auch Gewerkschafter und Sozialdemokraten sind heute wichtiger denn je“.

Süberkrüb weiter: „Voraussetzung für das Erreichen unserer Ziele ist, dass die Sozialdemokraten im Kreisparlament, das in diesem Jahr neu gewählt wird, eine eindeutige Mehrheit bekommt. Die Bürgermeisterkandidaten, die SPD-Kandidaten auf lokaler Ebene und die neue Generation von Kreistagskandidaten bringen viel Elan und Schaffenskraft mit, um die gesetzten Ziele in der kommenden Wahlperiode umzusetzen.“

Landratskandidat Cay Süberkrüb selbst ist Jurist und ein anerkannter Verwaltungsfachmann. Er gilt als exzellente Führungskraft und gleichzeitig als Teamspieler, der es versteht unterschiedliche Interessengruppe an einen Tisch zu bringen und zu Ergebnissen zu kommen, die gemeinsam getragen werden.