Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

Marl, 10. Februar 2009

Julie Kolb ist tot

Julie Kolb, AWO-Ehrenvorsitzende und frühere SPD-Politikerin, ist am Sonntag im Alter von 96 Jahren in dem nach ihr benannten Seniorenzentrum gestorben.

Mit großer Betroffenheit und Trauer nehmen die Genossinnen und Genossen die Nachricht zur Kenntnis. Die Trägerin der Stadtplakette der Stadt Marl war beliebt und galt als moralische Instanz der Marler SPD. Nicht selten mahnte sie die Partei mit ihrer unnachahmlichen Direktheit: „Redet nicht, macht was!“ Ihr politischer Schwerpunkt war die Sozialpolitik. Sie wandte sich der besonderen Notlage von Menschen zu. Viele Marler soziale Initiativen gehen direkt von ihr aus.

Sie war bis zuletzt präsent bei Veranstaltungen der AWO sowie der SPD und stand immer allen Genossinnen und Genossen mit ihrem geschätzten Rat zur Verfügung. Julie Kolbs Leben war ebenso lang wie arbeitsreich. So symbiotisch sie mit der Marler AWO verbunden war, so eng war sie mit Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie verwachsen.

So wie Julie Kolb in ihrer eigenen Person jeweils ungeachtet der Herkunft Bildungsideale und Partizipationsanspruch verknüpfte, so wurde sie von unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen in Marl bewundert. Dazu zählten Arbeiter und Gewerkschafter und nicht zuletzt viele Frauen und Konservative, die in Julie Kolb die gute Seite der SPD sahen.

Über viele Jahrzehnte war Julie Kolb bei Diskussionen und Empfängen der AWO und der SPD in Marl nicht wegzudenken. Wie eh und je trat sie mit Charme und einem immer offenen Wort auf, in jeder Hinsicht ungebeugt.

Die SPD Marl dankt Julie Kolb für ihre „soziale“ Lebensleistung und dafür, dass sie als Sozialpolitikerin jahrelang für die SPD im Marler Stadtrat und im Kreistag gewirkt hat. Julie Kolb hat in Marl beachtliche Spuren hinterlassen, wir werden ihr Andenken in Ehren halten.