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Marl / Kreis RE, 24. Januar 2009

Berufsausbildung zukunftsfähig machen

Potenzial der Schule liegt in den Naturwissenschaften
ChemKom - Besichtigung
Eine Lehrerin erklärt Cay Süberkrüb, Dr. Eugen Rühl, Schulleiter des Ernst Böckler Berufskollegs in Marl, Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, und Jochen Welt (v.l.) das ChemKom.
ChemKom - Schülerinnen bei der Arbeit
Schülerinnen präsentieren den Besuchern die neuen Arbeitsmöglichkeiten im ChemKom.
Innerhalb von zwei Jahren ist das Kompetenzzentrum Chemie für berufliche Ausbildung – ChemKom - am Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl entstanden. Diese Einrichtung ist in Deutschland einzigartig. Auszubildende in Naturwissenschaften und Technik aber auch Fachkräfte aus der chemischen Industrie und Fachkräfte aus der sozialpädagogischen Praxis werden hier nach dem neuesten Stand von Wissenschaft und orientiert an den aktuellen Standards der Industrie ausgebildet und weiterqualifiziert.

Cay Süberkrüb, von der SPD als Landrat 2009 nominiert, freut sich bei der Eröffnung des ChemKoms am 22. Januar gemeinsam mit NRW-Wirtschafts-Staatssekretär Dr.Jens Baganz, Landrat Jochen Welt und Schulleiter Dr. Eugen Rühl: „Hier wird Zukunft gestaltet. Die Schaffung dieser Einrichtung ist ein wichtiger Schritt, um den Strukturwandel in der Region weiter voranzutreiben. Im ChemKom wird jungen Menschen eine zukunftsfähige naturwissenschaftliche Berufsausbildung geboten, die ihnen sehr gute beruflich Chancen eröffnet.“

Das neue ChemKom verfügt über hochmoderne Labors und Fachräume. Einzelne Einrichtungen besitzen eine Ausstattung, um die sie so manche Universität beneiden wird. In Zusammenarbeit mit der Industrie wurden Modelle entwickelt, an denen betriebliche Prozesse realistisch trainiert werden können.

Vor bereits mehr als acht Jahren reifte die Idee, in der hiesigen Chemieregion eine praxisbezogene und zukunftsweisende Ausbildungsstätte zu schaffen. Mit Hilfe der Förderung des Kreises, des Landes und der EU konnte das rund 14 Mio. Euro schwere Projekt am Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl umgesetzt werden.

„Die chemische Industrie ist für Marl und die Nachbarstädten ein ganz herausragender Arbeitgeber mit Perspektiven für eine einzigartige Entwicklung in Bereichen wie Nanotechnologie und Biochemie“, so Süberkrüb weiter. „Darauf sind wir stolz. Zahlreiche große und mittelständige Unternehmen haben hier ihren Sitz. Um diese Standorte zu erhalten und weiter zu stärken unterstützt der Kreis Recklinghausen die Chemische Industrie auch beispielsweise im Rahmen der ChemSite Initiative, die das Ziel hat, neuen Unternehmen in den Chemieparks unserer Region anzusiedeln“.

Das Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl wurde bereits in der Vergangenheit für andere Lehrfächer erweitert. In der ersten Bauphase entstand ein Medienstudio, ein E-Learnzentrum und eine PC-Werkstatt. Innovative Energietechnik und Ökologie sowie zukunftsorientierte Kompetenz sind hier die Lerninhalte. Rund ein Drittel, der insgesamt 3.000 Schüler am Hans-Böckler-Kolleg werden die Infrastruktur des neuen ChemKoms nutzen können.