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Kreis RE, 20. Januar 2009

Gemeinsam für einen besseren Schul-Übergang

Treffen mit Vertretern der Hauptschulen
Hauptschulen - Gedankenaustausch (Januar 2009)
Im neuen Leseraum der Martin-Luther-Schule fühlen sich auch die Lehrer und SPD-Vertreter wohl.
Wo stehen unsere Hauptschulen, welche Probleme gibt es und welche Möglichkeiten, diesen Problemen zu begegnen – diese Themen standen beim Gedankenaustausch von Leitungskräften aus Hauptschulen im Kreis Recklinghausen im Mittelpunkt. SPD-Landratskandidat Cay Süberkrüb hatte zu diesem Treffen am Dienstagabend eingeladen: „Wir werden uns nicht in schulpolitische Gräben zurückziehen. Die Hauptschulen brauchen konkrete Hilfe.“

Schulleiter Hermann Kuhl stellte den Gästen zunächst die neuen Räume vor, in denen vor allem die Ganztagsangebote der Martin-Luther-Schule, städtische Ganztagshauptschule in Herten-Westerholt, stattfinden. Dabei geht die Schule neue Wege. Ein Fitnessraum – nur unter Lehreraufsicht zu benutzen – ist dort ebenso zu finden wie Räume für das Büro der Schulsozialarbeiterin, Billard, Ruheräume und die Hip-Hop-Angebote oder Basteln.

Im anschließenden Gespräch war für Cay Süberkrüb ein Aspekt besonders erschreckend: „Mir war klar, dass eine warme Mahlzeit am Tag für jeden Schüler sehr wichtig ist. Doch die Beschreibung, wie Armut und Benachteiligung sich auch dabei in der Praxis tatsächlich darstellen, bedrückt mich sehr. Das ist ein Thema, das wir noch viel stärker anpacken müssen“, so Cay Süberkrüb, als Landrat 2009 für den Kreis Recklinghausen nominiert.

Er hatte bei diesem Termin fachkundige politische Unterstützung mitgebracht: Professor Dr. Gaby Bellenberg, Universität Bochum, Dr. Walter Schulte, Schulleiter eines Berufskollegs in Recklinghausen, Felizitas Reinert, Schulleiterin einer Gesamtschule und stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) und den Kreisvorsitzender der AfB, Jens Bennarend, Lehrer an einer Dortmunder Gesamtschule.

Gaby Bellenberg verdeutlichte, wie sich Klassenzusammensetzung und Schulerfolg wechselseitig bedingen. Neben der Grundversorgung der Schüler stand vor allem der Schulwechsel nach der 10. Klasse im Fokus. Schnell wurde deutlich, dass sowohl seitens des Berufskollegs als auch seitens der Hauptschulen großes Interesse besteht, sich stärker und besser auszutauschen. So soll der Wechsel für die Schüler verbessert werden.

Die besondere Bedeutung eines übergreifenden fachlichen und persönlichen Dialogs in unserem Kreisgebiet stand für alle Beteiligten außer Frage: „Weil bei uns die Schulträgeraufgaben für die Berufskollegs und die allgemeinbildenden Schulen von den Städten und dem Kreis wahrgenommen werden, brauchen wir ganz besonders dringend den Dialog der Akteure im Schulbereich. Nach der Kommunalwahl werden wir eine Bildungskommission ins Leben rufen, um die Politikansätze besser zu koordinieren“, so Süberkrüb.

„Wenn dieses Treffen dazu beiträgt, dass sich die Verantwortlichen der Hauptschulen und Berufskollegs an einen Tisch setzen, ist das ein großer Erfolg“, bilanzieren Walter Schulte und Hermann Kuhl gemeinsam.