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13. Dezember 2008

Sozialdemokraten bleiben standhaft: Sozialtickets müssen erhalten werden!

Mobilität darf nicht nur vom Geldbeutel abhängig sein
Die SPD im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) konnte die konservativen Gegner des Sozialtickets nicht abwehren. Gegen die Stimmen der SPD wurden die preisgünstigen Sozialtickets für Geringverdiener beerdigt. Zwar können bestehende Sozialtickets für einen Übergangszeitraum von etwa einem Jahr weiter geführt werden, danach sind aber keine preiswerten Tickets mehr möglich.

Mit einem unredlichen Trick wurden heute Sozialtickets im VRR-Gebiet unmöglich gemacht. Bisher konnten die Städte den niedrigen Preis für das Ticket durch das sogenannte „Großkundenmodells“ ermöglichen. So hat der VRR z.B. der Stadt Dortmund eine Provision von 16% gezahlt, weil sie ihm Arbeit bei der Organisation der Ticketausgabe abgenommen hat. Die Stadt hat die Provision genutzt, um das Sozialticket zu einem äußerst niedrigen Preis anzubieten.

Heute hat die konservative Mehrheit im VRR-Verwaltungsrat dieses Großkundenvertriebsmodell abgeschafft. Eine Provision, die zur Preissenkung des Sozialtickets genutzt werden könnte, wird es nicht mehr geben. Somit ist das Modell des Sozialtickets zum jetzigen Zeitpunkt faktisch tot.

„Sie scheuen sich nicht, den Geringverdienern und dem gesamten öffentlichen Personnahverkehr einen immensen Schaden zuzufügen,“ so Ernst Prüsse, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der VRR-Verbandsversammlung.

Cay Süberkrüb, Kämmerer in Herten und als Landrat 2009 im Kreis Recklinghausen nominiert, bringt es auf den Punkt: „Eine sozial gerechte und solidarische Gesellschaft gibt es nur mit den Sozialdemokraten. Reiche können sich einen armen Staat leisten – Sozialticketfahrer nicht! Wir wollen so schnell wie möglich zurück zum Sozialticket. Nur mit einem Sozialticket sind Menschen, die kein Geld haben, noch ein wenig mobil.“

Brigitte Puschadel, Frontfrau der SPD Fraktion im Kreis Recklinghausen formuliert: „Ein Staat, der nicht für Gerechtigkeit sorgt, ist nichts anderes, als eine Räuberbande. Wir setzen auf soziale Gerechtigkeit! Und dazu gehört das Sozialticket.“