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08. Mai 2015

Halden-Hügel-Hopping für Wanderer im Ruhrgebiet

Ein Haldenerlebnis der besonderen Art – auch als App
Eröffnung Halden-Hügel-Hopping (Mai 2015)
Das Ruhrgebiet hat seinen ganz eigenen Charme. Das weiß jeder, der einmal hier gewesen ist. Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Halden, die Bergbau-Geschichte und vieles mehr auf besondere Art und Weise kennenzulernen: Halden-Hügel-Hopping! Am Freitag wurde die 186 Kilometer lange Tour mit 12 Themenrouten von Landrat Cay Süberkrüb und Ulrich Carow, Bereichsleiter Umwelt beim Regionalverband Ruhr, offiziell vorgestellt.

„Das ist eine tolle Möglichkeit, um den Menschen in der Region, aber auch Gästen die Besonderheiten des Ruhrgebiets näher zu bringen. Mit dem Halden-Hügel-Hopping verbinden wir Naturerlebnis und Bewegung, historische Informationen und tolle Ausblicke. Von der Halde Hoheward aus kann man bei guter Sicht bis Düsseldorf und Oberhausen, Dortmund und Essen schauen“, sagt Landrat Cay Süberkrüb.

Die Routen binden die einzigartigen, hier konzentrierten (Berge)Halden, die natürlichen Berge („Hügel“) und andere Hochpunkte ein. 20 Halden stehen im Projektraum und erreichen wie die Hügel Höhen bis 110 m über Grund, gut 150 m über Normalnull. Die Halden sind als Plateau-, Tafel-, Spiralberg, Vulkan, Spitzkegel oder als Landschaftsbauwerk kunstvoll erschaffene, inzwischen meist "grüne Berge". Auf ihnen findet der Naturfan spezifische Fauna und Flora. Und auch die Kunstfans kommen auf vielen Halden auf ihre Kosten, denn sie sind mit Gipfel-Kunst wie Bramme, Obelisk, Tetraeder oder mit Anschauungstechnik wie Himmelsobservatorium und Sonnenuhr ausgestattet.

Auch zwischen den Halden und Hügeln gibt es viel zu entdecken. So findet sich in den Tälern dazwischen, auf Altindustriearealen und an Flüssen und Kanälen eine besondere Form der Natur wie beispielsweise die Emscher-Insel.

Die Routen haben ein Höhenprofil für recht moderates Bergwandern. Aus den insgesamt zwölf jeweils für sich wanderbaren Themenrouten entsteht durch direkte Anknüpfungspunkte oder durch Querverbindungsrouten auf vorhandenen Wanderwegen ein Gesamtroutennetz von 186 km. Die einzelnen Thementouren sind zwischen sieben und 19 km lang. Sie beinhalten je Tour Anstiege zwischen 100 und 640 Höhenmetern.

Jede Tour hat ein eigenes Thema. Immer steht das Sichtbare oder auch das durch den Strukturwandel nicht mehr Sichtbare im Fokus. An 150 „Erzählstationen“ gibt es je nach gewählter Zugangsform stichwortartige oder ausführliche Informationen zum jeweiligen Ort.

Eine Ausnahme beim Halden-Hügel-Hopping ist der "Vestische Höhenweg". Er ist als einziger eine Streckenwanderung über 53 km – in drei Etappen konzipiert – und verläuft weitestgehend auf dem natürlichen vestischen Höhenrücken durch die ganze HHH-Region von Ost nach West.

Zum Start des Halden-Hügel-Hoppings gibt es auch eine App – allerdings zunächst als Beta-Version, weil in Kürze noch einige Extras hinzukommen werden. Die App bietet neben den Routen auch aktuelle und historische Fotos und viele zusätzliche Informationen.

Die Routen sind darüber hinaus auch im Internet zu finden. Auf der Seite www.halden-huegel-hopping.de gibt es alle Informationen rund um das Halden-Hügel-Hopping, auf www.regiofreizeit.de gibt es auch die Routen und Karten und mit verschiedenen Ergänzungsmöglichkeiten (gastronomische Betriebe in der Nähe und ähnliches).

(Kreis Recklinghausen)