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29. August 2014

Jugendliche werden in München fit gemacht für ihre Zukunft

Jobcenter Kreis Recklinghausen: Potenziale erkennen, Horizonte erweitern, Chancen nutzen
Jobcenter-Modellprojekt „Mobil in Deutschland“
Mit der offiziellen Zertifikatsübergabe endete am 13. August die Praktikumsphase in München für das Modellprojekt „Mobil in Deutschland“. Sechs Jugendliche aus dem Kreis Recklinghausen im Alter zwischen 19 und 25 Jahren wurden in der bayerischen Landeshauptstadt fit gemacht für die Arbeit im Einzelhandel.

Mit Erfolg: Im Gepäck haben die jungen Erwachsenen jetzt viele neue Erfahrungen, wertvolle Einblicke in den Arbeitsalltag und drei Teilnehmer handfeste berufliche Perspektiven.

Mit dem Pilotprojekt geht das Jobcenter Kreis Recklinghausen neue Wege, um alte Probleme zu lösen: In der Emscher-Lippe Region stehen nur begrenzt Ausbildungsplätze zur Verfügung, deshalb sind Themen wie Mobilität und Flexibilität oft die Schlüssel für den erfolgreichen Start ins Berufsleben. Initiiert wurde das Projekt vom Bildungszentrum des Handels und vom Jobcenter mit dem Ziel, Jugendliche, die bereits seit längerem Hartz IV bekommen und die bislang auf dem Ausbildungsmarkt keinen Erfolg hatten, in die Arbeitswelt zu integrieren. Die Gründe, warum der Übergang von Schule in Beruf bisher nicht geklappt hat, sind vielfältig.

Oft sind es persönliche Hürden oder soziale Härten, die Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Wege stehen. Das Jobcenter Kreis Recklinghausen hilft mit seinen Netzwerkpartnern, diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen. „Es wäre fahrlässig, wenn wir dabei nicht jede Chance nutzen würden“, sagt Jürgen Ritzka, Leiter Jobcenter Kreis Recklinghausen. Und weiter: „Schließlich geht es für die Jugendlichen um die Chance, auf Dauer ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“
Eine Chance ist zweifelsfrei „Mobil in Deutschland“. Die Förderung des Selbstbewusstseins, die Steigerung der Mobilität und die Erweiterung des Erfahrungsschatzes führen fast zwangsläufig zu mehr Flexibilität – und genau das stand in München im Vordergrund. Konkret lernten die jungen Erwachsenen, was es bedeutet, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden, eine Ausbildung auch außerhalb der Heimatregion zu absolvieren.

Unterstützung gab es von der Akademie Handel und dem Handelsverband Bayern (HBE). Dieser konnte problemlos vier Mitgliedsunternehmen aus München und Umgebung als Partner für das Praktikum gewinnen. „Unsere Mitgliedsunternehmen in München klagen jedes Jahr über Ausbildungsplätze, die nicht besetzt werden können, weil adäquate Bewerber fehlen“, sagt Dr. Martin Aigner, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Bayern.

„Aber auch für die Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle im Kreis Recklinghausen wird sich die Teilnahme an dem Projekt positiv auswirken“, sagt Gabriele Bültmann, Geschäftsführerin des Bildungszentrums des Handels (BZH) in Recklinghausen. „Denn Flexibilität und Mobilität gehören für Arbeitgeber zu den wichtigen Eigenschaften eines Arbeitnehmers.“

Bevor die Jugendlichen die Herausforderung angegangen sind, mussten sie sich in Recklinghausen qualifizieren und im Rahmen eines Vor-Praktikums im Einzelhandel ihre Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und den Willen unter Beweis stellen. Betreut und begleitet wurden sie dabei von den Sozialpädagoginnen des BZH Recklinghausen, Beata Menge und Bettina Brinker. Ab Mitte Juni schulte sie dann ein Trainer der Akademie Handel in München in kommunikativen Kompetenzen und machte sie so fit für das Praktikum.

Erfolgreich war das Projekt für alle Beteiligten, da sowohl die Unternehmen als auch die Jugendlichen durchweg positive Erfahrungen sammelten. So positive Erfahrungen, dass gleich drei Teilnehmer in München ihre berufliche Zukunft finden. Ein Teilnehmer tritt am 01. September 2014 seinen Ausbildungsplatz bei einem Hagebaumarkt in München an. Ein weiterer Teilnehmer beendet eine bereits angefangene Ausbildung in München. Eine weitere Teilnehmerin nimmt eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf.

(Quelle: Jobcenter Kreis Recklinghausen)