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27. Mai 2014

Den multiresistenten Erregern den Kampf ansagen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Siegeln ausgezeichnet
Gruppenfoto MRSA-Siegel 2014
„Multiresistente Erreger können für alle Menschen ein Thema werden – deswegen ist aktive Vorsorge ein so wichtiges Mittel“, sagte Landrat Cay Süberkrüb, und weiter: „Deshalb freut es mich umso mehr, dass heute so viele Einrichtungen im Kreis Recklinghausen das „Qualitäts- und Transparenzsiegel“ erhalten.“

15 Krankenhäusern und 13 Alten- und Pflegeheimen im Kreis Recklinghausen übergab Cay Süberkrüb das MRSA-Siegel (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), das das große Engagement der Einrichtungen gegen multiresistente Erreger (MRE)bestätigt. Durch die Erfüllung von Qualitätszielen erhielten die Krankenhäuser im Rahmen des MRE-Netzwerks das MRSA-Siegel. Es wird für zwei Jahre vergeben. Die erreichten Qualitätsziele dokumentieren auch, dass entsprechende Hygienestandards, gesetzliche Vorgaben und personelle Voraussetzungen erfüllt werden.

Auf dem Weg zur Zertifizierung standen besondere Hygiene-Maßnahmen, spezielle Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie gezieltes Hygienemanagement im Mittelpunkt.

Die Alten- und Pflegeheime engagierten sich im Rahmen eines Pilotprojektes mit begrenzter Teilnehmerzahl. Innerhalb dieses Projektes zur Infektionsprävention waren ebenfalls Qualitätskriterien zu erfüllen.

Multiresistente Erreger sind Keime, die gegen viele Antibiotika unempfindlich bzw. resistent sind. Insbesondere Krankenhäuser und Pflegeheime müssen spezielle Hygienemaßnahmen ergreifen, um eine Verbreitung solcher Erreger einzudämmen oder ganz zu beseitigen. Ebenso verhält es sich bei dem MRSA, einem speziellen Bakterium, das gegen viele Medikamente resistent ist.

Genau an diesem Punkt greift das MRE-Netzwerk des Kreises Recklinghausen ein, das an erster Stelle die Reduzierung der MRE- und MRSA-Raten anstrebt. Das Gesundheitsamt des Kreises organisiert die MRE-Netzwerk-Veranstaltungen, begleitet und begutachtet die Einhaltung der Qualitätsziele und unterstützt die medizinischen Einrichtungen bei verschiedenen Fragestellungen zu diesem Thema.

Das MRE-Netzwerk Kreis Recklinghausen ist 2013 aus dem bereits 2010 gegründeten „MRSA Netzwerk im Kreis Recklinghausen“ hervorgegangen. Da andere multiresistente Erreger in der Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnen, hat sich auch der Fokus der Netzwerkarbeit im Kreis Recklinghausen erweitert.

Alle 15 beteiligten Krankenhäuser des Kreises Recklinghausen, die das MRSA-Siegel erhalten haben:
- Behandlungszentrum Paracelsus-Klinik Marl, Klinikum Vest
- Behandlungszentrum Knappschaftskrankenhaus RE, Klinikum Vest
- Elisabeth Krankenhaus GmbH Recklinghausen
- Evangelisches Krankenhaus Castrop-Rauxel
- Gertrudis-Hospital Westerholt, KKRN
- LWL-Klinik Herten
- Prosper-Hospital gGmbH Recklinghausen, KVVR
- Marien-Hospital Marl, KKRN
- St. Barbara-Hospital Gladbeck, KKEL
- St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten, KKRN
- St. Elisabeth-Hospital Herten gGmbH, KVVR
- St. Laurentius-Stift Waltrop, VCK
- St. Rochus-Hospital, Castrop-Rauxel
- St. Sixtus-Hospital, Haltern am See, KKRN
- St. Vincenz-Krankenhaus Datteln, VCK

Alle 13 Teilnehmer des Pilotprojektes „Qualitäts- und Transparenzsiegel für Alten- und Pflegeheime“ im Kreis Recklinghausen, die das Siegel erhalten haben:
- AWO- Seniorenzentrum "Auf dem Kolven" in Oer-Erkenschwick
- AWO- Seniorenzentrum "Barkenberg" in Dorsten
- AWO- Julie-Kolb- Seniorenzentrum in Marl
- Haus am Ginsterweg in Castrop-Rauxel
- Karl-Pawlowski-Altenzentrum in Recklinghausen
- Altenzentrum St. Lambertus in Castrop-Rauxel
- Marienstift e.V. Seniorenzentrum in Oer-Erkenschwick
- Hausgemeinschaft St. Barbara in Herten
- Caritas-Zentrum "Franz v. Assisi" in Herten
- Pflegeeinrichtung Gertrudenau in Herten-Scherlebeck
- Wohn- und Pflegezentrum Auguste Victoria in Marl
- Wohn- und Pflegezentrum Bartholomäus in Marl-Polsum
- Wohn- und Pflegezentrum Hohbrink in Recklinghausen-Hochlar

(Quelle: Kreis Recklinghausen)