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27. Februar 2014

Alte Bergbauflächen bieten neue Chancen!

Städte, Kreis Recklinghausen, Land NRW, RAG und RVR schließen Vereinbarung
Revitalisierung Bergbauflächen 1
Für 20 ehemalige Bergbauflächen des RAG-Konzerns soll eine zügige Nachnutzung gesichert werden – das ist das Ziel der „Vereinbarung zur vorausschauenden Revitalisierung bedeutsamer Bergbauflächen“. Neben zahlreichen politischen Vertretern wie NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Vorstandsvorsitzenden der RAG AG Bernd Tönjes, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthövel unterschrieb Landrat Cay Süberkrüb in Herten die Vereinbarung. „Die ehemaligen Bergbauflächen bieten große Chancen. Und diese müssen wir für die Menschen der Region nutzen. Eine sinnvolle Folgenutzung der Flächen stärkt die Wirtschaftskraft des Kreises“, sagte der Landrat, und weiter: „Wir benötigen jeden Quadratmeter für die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze.“

Die mit der Vereinbarung erfassten Bergbauflächen sind aufgrund ihrer Lage und logistischen Anbindung von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Neunutzung durch Gewerbe, Dienstleistungen und Handel. Sechs der 20 Flächen liegen im Kreis Recklinghausen: in Dorsten die ehemalige Schachtanlage Fürst Leopold und die Fläche des ehemaligen Kohlehafens, das ehemalige Bergwerk Schlägel & Eisen 3/4/7 in Herten, das ehemalige Bergwerk Westerholt in Herten/Gelsenkirchen, das Bergwerk Auguste Victoria in Marl und die Gewerbliche Mitte Recklinghausen Blumenthal.
Gemeinschaftlich übernehmen die insgesamt 25 Partner mit der Vereinbarung Verantwortung für eine nachhaltige Folgenutzung bereits stillgelegter oder zur Stilllegung vorgesehener Bergbauflächen. Städtebaulich bedeutsame Flächen in zentraler Lage sollen dabei insbesondere berücksichtigt werden, um keine weitere Lasten zum Nachtteil von Kommunen und Land entstehen zu lassen. Die differenzierte Folgenutzung soll die Region stabilisieren, die sozialen und ökonomischen Strukturen stärken und wohnungsnahe Arbeitsplatzangebote schaffen. So soll insgesamt die Lebensqualität auch im Kreis Recklinghausen gesteigert werden.

Die Europäische Union soll vor allem für die finanzielle Unterstützung zuständig sein. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin erklärte: „Wir haben mit Brüssel vereinbart, dass die uns zur Verfügung gestellten Fördergelder auch für die Revitalisierung von Brachflächen genutzt werden können.“ Das Beispiel des stillgelegten Bergwerks Ewald in Herten hat gezeigt, wie gut eine solche Folgenutzung von ehemaligen Bergbauflächen funktionieren kann. Über 1000 Arbeitsplätze sind hier seit der Schließung 2001 entstanden.

Quelle: Kreis Recklinghausen