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24. Oktober 2013

Preis zur Geschichte und Landeskunde

Erstmals im Kreishaus vergeben
Preis für Geschichte 2013 - Gruppenfoto
Preis für Geschichte 2013 - Hertener Preisträger
Preis für Geschichte 2013 - Hertener Preisträger.
Preis für Geschichte 2013 - Dorstener Preisträger
Preis für Geschichte 2013 - Dorstener Preisträger.
Sie sind alle jung - und haben sich doch mit großem Engagement in alte Themen begeben. Dabei haben sie interessante Geschichten in der Historie des Kreises entdeckt: Die ersten Preisträger des Preises zur Geschichte und Landeskunde, den der Arbeitskreis vestischer Geschichts- und Heimatvereine e.V. erstmals vergeben hat. „Es ist gut, dass wir junge Menschen haben, die sich mit dem Gedächtnis unseres Kreises befassen. Geschichte kann sehr lebendig sein und Spaß machen. Ich freue mich, dass wir heute zum ersten Mal diesen Preis verleihen können - an drei Projekte, die mich wirklich beeindruckt haben“, sagte Landrat Cay Süberkrüb.

Moritz Reinprecht und Benjamin Ziegs haben sich mit dem Thema „Griechen in Herten - Migration, Integration und Aufnahme; Wie aus Fremden Freunde wurden“ befasst. Sie haben die 50jährige Geschichte der Griechen in Herten unter die Lupe genommen - angefangen 1960, als Karl-Ludwig Schweisfurth die ersten Griechen als Gastarbeiter nach Herten geholt hat, bis heute, da einer der ersten Griechen in Herten aus seinen Jahrzehnten in Herten berichtete. Über ein gelungenes Beispiel von Integration, darüber, wie aus Fremden Freunde wurden. „Das hat uns sehr gefreut“, sagen Moritz und Benjamin.

Weil er gerade auf einer Klassenfahrt ist, konnte der zweite Preisträger nicht persönlich anwesend sein - doch auch seine Arbeit hat den Arbeitskreis vestischer Geschichts- und Heimatvereine e.V. beeindruckt: Finn Buttgereit aus Haltern am See hat sich mit der Gebietsreform in Haltern im 20. Jahrhundert befasst - und dabei Informationen ans Tageslicht geholt, die nicht jedem geläufig sein dürften. Zum Beispiel, dass Haltern erst 1930 zum Kreis Recklinghausen kam. Damals hatte man die Hoffnung, der Bergbau würde sich über die Lippe hinaus ausbreiten. Gleichzeitig sollte es eine gute Wasserversorgung und Freizeiteinrichtungen für die Bergleute geben.

Einen Sonderpreis gab es für das „Projekt Tüshausmühle“ der Gesamtschule Dorsten-Wulfen. Emily Vogel, Schülerin des 9. Schuljahres, sowie die Projektleiter Sabine Bornemann und Sebastian Brandherm nahmen den Preis stellvertretend entgegen. In dem Multimedia-Projekt sind drei Themenblöcke rund um die Tüshausmühle in Dorsten-Deuten entstanden. So erfährt man mittels DVD jede Menge Wissenswertes über die Tüshausmühle als solche, über die Herrlichkeit Lembeck und über den Bauern Tüshaus, der ursprünglich Pächter der Mühle war.

Stellvertretend für den Arbeitskreis lobten Cay Süberkrüb und Dr. Matthias Kordes das große Engagement der Schüler. Sie hoffen, dass es viele Nachahmer gibt, die sich für die zweite Verleihung des Preises zur Geschichte und Landeskunde für Schüler bewerben.

Die Idee zu diesem Preis wurde geboren, als die Facharbeit von Kira Kühnhenrich, einer Marler Gymnasiastin, für den Vestischen Kalender 2014 ausgewählt wurde. „Es gibt so viele herausragende schriftliche Facharbeiten von Schülerinnen und Schülern über Geschichte und Landeskunde des Kreises Recklinghausen, von denen wir die besten prämieren und eine mögliche Veröffentlichung im Vestischen Kalender prüfen wollen“, betont Cay Süberkrüb, der als Landrat auch Vorsitzender des Arbeitskreises ist, „außerdem sollen junge Menschen dazu ermutigt werden, sich mit der Geschichte und Gegenwart ihrer Heimatregion auseinanderzusetzen.“

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Jährlich können bis zu drei Preisträger ausgezeichnet werden.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)