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15. Oktober 2013

Üben für den Ernstfall

Gute Zusammenarbeit bei der Katastrophenschutz-Übung
Rauchschwaden hängen über einem Kesselwagen, davor steht ein Linienbus, der mit einem PKW kollidiert ist. Menschen husten, rufen um Hilfe... Zum Glück ist das nur eine gestellte Situation auf dem Gelände des Munitionsdepots der Bundeswehr in Dorsten-Wulfen. Der Katastrophenschutz der Kreises Recklinghausen übt hier für den Ernstfall. Das Fazit von Übungsleiter Robert Gurk: : „Das war das erste Mal, dass die Einheiten in diesem Rahmen gemeinsam geübt haben. Wir sind zufrieden mit dem, was wir gesehen haben. Die Einheiten haben tadellos gearbeitet. Die Übung hat uns aber auch gezeigt, an welchen Schnittstellen wir noch etwas besser werden können.“

Landrat Cay Süberkrüb machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dem Zusammenspiel: „Es ist beeindruckend, was die Rettungskräfte an diesem Samstag geleistet haben. Solche Lagen können wir nur in der gesehenen Qualität meistern, weil hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte aus verschiedenen Organisationen so ausgezeichnet zusammenarbeiten. Ich danke allen Einsatzkräften für die gelungene Übung und dafür, dass sie ganzjährig für die Menschen in unserem Kreis da sind.“

Beeindruckend war das Bild tatsächlich, das sich den Übungsbeobachtern bot: Über 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW und Malteser Hilfsdienst aus dem ganzen Kreis und aus Gelsenkirchen waren vor Ort, dazu 60 Verletztendarsteller vom Roten Kreuz.

Die Übungslage war eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Bei einem Bahnunglück tritt aus einem Kesselwagen giftiges Gas aus. Im Umfeld der Gleise bricht bei den Passanten Panik aus, es kommt zu einem Unfall, an dem ein voll besetzter Linienbus und ein PKW beteiligt sind. Über 50 zum Teil schwerverletzte Personen müssen versorgt, das Leck am Kesselwagen identifiziert und geflickt werden.

Zum ersten Mal hat es im Kreis Recklinghausen eine solche Übung gegeben, und zum ersten Mal kam die neue Dekontaminierungs-Einheit für Verletzte, die in Dorsten stationiert ist, zum Einsatz. Über 400 Kräfte haben Hand in Hand gearbeitet, um die Lage zu bewältigen. Die 60 Verletztendarsteller haben dafür gesorgt, dass die Übung sich sehr realistisch gestaltete. Das erlebten auch die Anwohner in den Dorstener Stadtteilen Deuten und Wulfen, wo Lautsprecherwagen die Bevölkerung warnten (natürlich mit dem Hinweis, dass es sich um eine Übung handelt) und wo Messfahrzeuge die Belastungen in der Luft gemessen haben.

Dass die Übung in dem Umfang durchgeführt werden konnte, ist auch einigen Unterstützern zu verdanken: Air Liquide, DB Netz, DB Schenker, VTG AG und die Gelsenwasser AG. Besonderer Dank gebührt der Bundeswehr, die das Munitionsdepot für diese Übung zur Verfügung gestellt hat und dadurch dafür gesorgt, dass die Rettungskräfte unter hervorragenden Bedingungen üben konnten.

Die Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Recklinghausen hat bei Facebook eine Bildergalerie zu der Übung online gestellt, einen Videobeitrag hat Center TV bei Youtube eingestellt.

Bildergalerie zur Katastrophenschutz-Übung bei Facebook

(Quelle: Kreis Recklinghausen)