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11. Oktober 2013

Vestischer Preis für Menschen mit Ideen verliehen

Landrat Cay Süberkrüb ehrte ehrenamtliches Engagement im Sport
Vestischer Preis 2013 - Gruppenbild
Vestischer Preis 2013 - Landrat mit Familie Jordan
Landrat Cay Süberkrüb mit Jürgen Jordan und Familie.
Mit einer feierlichen Veranstaltung im Kreishaus ehrte Landrat Cay Süberkrüb besonderes Engagement von Bürgerinnen und Bürgern und verlieh den „Vestischen Preis für Menschen mit Ideen“. Dieses Jahr drehte sich die Verleihung um die ehrenamtliche Arbeit im Bereich Sport. „Die Jury hat einmal mehr festgestellt, wie facettenreich ehrenamtliches Engagement bei uns im Kreis Recklinghausen ist. Sport kommt mit seiner sozial-integrativen Kraft für den Einzelnen, aber auch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg eine wachsende Bedeutung zu“, sagte Landrat Cay Süberkrüb. „Ich möchte mich bei den Bürgerinnen und Bürgern, die heute hier ausgezeichnet werden, ganz herzlich dafür bedanken, dass sie sich für mehr Menschlichkeit und ein besseres Miteinander einsetzen. Vielen Dank!“

In der Kategorie „Kreative Idee“ im Bereich Sport wurde der Sportverein Dorsten-Hardt dieses Jahr ausgezeichnet. Seit 1987 richtet der Verein eine Sportplatzolympiade aus, bei der Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren kostenlos teilnehmen können. Rund 700 Kinder machen mittlerweile mit großer Begeisterung in den Sommerferien mit. Ein olympisches Dorf in Form eines Zeltlagers, Fanfarenzüge und sogar ein Maskottchen gehören zu der Sportplatzolympiade mit 170 Helferinnen und Helfern dazu. Stellvertretend für den Sportverein Dorsten-Hardt nahm Fritz Mariß den Vestischen Preis entgegen.

Wilfried Straub aus Castrop-Rauxel nahm den Vestischen Preis für Menschen mit Ideen in der Kategorie „Dauerhaftes Engagement“ entgegen. Seit 1964 ist er ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen in Sportvereinen und –verbänden tätig. Er gilt als einer der „Väter“ der Sportjugend im Kreis Recklinghausen und gehört seit 1972 zu den Mitbegründern der Jugendvertretung des Stadtsportverbandes in Castrop-Rauxel.

In der Kategorie „Nachhaltige Wirkung“ nahm Jürgen Jordan den Vestischen Preis entgegen. 1990 wollte er seinen damals fünfjährigen Sohn Dennis, der schon immer auf einen Rollstuhl angewiesen war, bei einem Sportverein anmelden. Leider konnte ihn kein Verein aufnehmen. Da kam ihm die Idee, eine Rollstuhlgruppe als Reha-Sportgruppe zu gründen. Seit inzwischen 23 Jahren leitet Jürgen Jordan diese Abteilung beim Verein „Spiel und Sport Bertlich e.V.“ in Herten. Außerdem trainiert er Kinder- und Jugendgruppen mit denen er das Rollstuhl fahren übt und die motorischen Fähigkeiten trainiert. Um mit den Kindern die gleiche Perspektive einzunehmen, fährt Jürgen Jordan bei den Trainingseinheiten auch Rollstuhl.

Einen Sonderpreis der Sparkasse Vest erhielt Gabriele Köppe, die gemeinsam mit ihrem Sohn Stefan Köppe das integrative Fußballturnier der Lebenshilfe Gladbeck/Bottrop e.V. ins Leben gerufen hat. Gabriele Köppe kümmert sich seit zehn Jahren um die Organisation des Turniers, die komplette Logistik und das Catering. Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Behinderung aus dem Kreis Recklinghausen und noch aus anderen Städten wie Münster nehmen an der Veranstaltung teil. Das ständige faire Miteinander zeichnet die integrativen Fußballturniere aus.

Neben den vier Gewinnern stand an diesem Abend jedoch noch eine weitere Personengruppe bei der schönen Zeremonie im Mittelpunkt: „Ich möchte heute außerdem diejenigen erwähnen, die für den Vestischen Preis vorgeschlagen, aber heute nicht mit einer Auszeichnung geehrt wurden. Ich freue mich darüber, dass der Kreis Recklinghausen mit der heutigen Feier allen ehrenamtlich Tätigen die Wertschätzung zum Ausdruck bringen darf, die sie verdienen“, sagte der Landrat.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)