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Brief - Liebe Lotta

BRIEF:

31. Dezember 2012

Liebe Lotta,

die ersten Böller habe ich schon gehört, schnell noch ein paar Zeilen für Dich.

Du fragst, wie es eigentlich weitergeht hier bei uns, hast Sorge, wie sich unsere Region entwickelt.
Um unsere Zukunft ist mir nicht Bange. Wir haben Chancen, Talente und Potentiale hier bei uns im Emscherland – tolle Menschen, mit Namen wie Surmann, Kowalski, Öczan. Wir hatten immer die Kraft, neue Ideen, Sprachen, Kulturen einer sich stetig verändernden Gesellschaft im Schmelztiegel Ruhrgebiet hinzuzufügen. „Die Römer“, die vor 2000 Jahren in Haltern lebten, verschwanden nicht spurlos – schon damals kam eine bunt gemischte Menschenschar aus Italien, Gallien, Spanien, Nordafrika und Kleinasien. Der Eine oder Andere blieb – oder zog weiter.

„Die Polen“ kamen vor etwa 100 Jahren und prägten unsere Region. Zuletzt – vor etwa 50 Jahren – kamen „die Türken“, die, in Abwandlung eines Wortes von Christian Wulff, schon längst ein Teil von Deutschland geworden sind. Gemeinsam mit „eingeborenen“ Westfalen bilden wir ein starkes Stück Deutschland. Klar, dass nichts bleibt, wie es gestern war oder heute ist. Für uns ist ja immer etwas bedrohlich, nicht zu wissen, wie die Zukunft aussieht. Aber eins ist sicher: Morgen ist anders!

Denkst Du auch an die, die an Sylvester und Neujahr für uns alle Dienst tun, in den Krankenhäusern, bei der Polizei, der Feuerwehr, den Notdiensten, die Seelsorger, die sich um Menschen mit Sorgen und Nöten kümmern – ihnen allen gilt unser Dank und unserer besonderer Respekt.

Liebe Grüße

Cay