Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

Kreis Recklinghausen, 18. Juli 2012

3. Regionalen Bildungskonferenz – wieder ein Erfolg

„Bildungsgerechtigkeit stärken! Bildungskooperationen von 0-10+“.
3. Regionale Bildungskonferenz - Prof. Strohmeier
Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier bei seinem Vortrag auf der 3. Regionalen Bildungskonferenz.
3. Regionale Bildungskonferenz - Podium
Auf dem Podium: Regierungs-Vizepräsidentin Dorothee Feller, Landrat Cay Süberkrüb, Staatssekretär Ludwig Hecke, Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und Moderator Dr. Richard Schröder.
3. Regionale Bildungskonferenz - Plenum
Für 150 Teilnehmer war auch die 3. Regionale Bildungskonferenz im Kreis Recklinghausen ein Erfolg.
„Bildungsgerechtigkeit stärken! Bildungskooperationen von 0-10+“. Unter diesem Titel trafen sich 150 Fachleute auf Einladung des Regionalen Bildungsbüros des Kreises Recklinghausen zur dritten Regionalen Bildungskonferenz im Gemeinschaftshaus Dorsten-Wulfen.

Schon in der Begrüßungsrunde diskutierten Landrat Cay Süberkrüb, Bürgermeister Lambert Lütkenhorst sowie Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller mit dem Staatssekretär des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Ludwig Hecke, über die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und Chancen der Förderung für benachteiligte Familien.

Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier von der Ruhr-Universität Bochum verdeutlichte in seinem Vortrag „Herkunft statt Zukunft? Schichtspezifische Ungleichheiten in der Region“, wie sehr Lebens- und damit Bildungschancen im Ruhrgebiet abhängig sind vom Einkommen und dem Bildungsstatus der Eltern. Der in Herten geborene Wissenschaftler zeigte, wie stark sozialer und familiärer Hintergrund wie beispielsweise Kinderarmut mit dem Entwicklungsstand der Vierjährigen korrelieren. Seit langem lautet deshalb die Forderung nicht nur der Bildungsforscher, sondern auch vieler Ökonomen, besonders in die Vorschulbildung zu investieren. Denn gerade Kinder aus schlechten sozioökonomischen Verhältnissen profitieren von guter Vorschulbildung am meisten. Allerdings muss diese frühe Förderung immer zusammen mit den Familien – und keinesfalls gegen sie – geschehen.

Genau hier setzt das bundesweite Projekt „Lernen vor Ort“ an, an dem sich auch der Kreis Recklinghausen in einer zweiten Förderphase beteiligt: Die im Rahmen der ersten Förderphase des Programms „Lernen vor Ort“ entwickelten und umgesetzten Maßnahmen im Kreis Recklinghausen zeigen innovative Lösungsansätze zur Bewältigung der Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung. Das umfasst im Speziellen die Elternbeteiligung und Familienbildung innerhalb der kommunalen Erziehungs- und Bildungslandschaft, die Vernetzung der Bildungsinstitutionen vor Ort, die Stärkung frühpädagogischer Bildungsthemen auf Fachkräfteebene sowie die biografiebegleitenden Bildungsübergänge von der Geburt bis zum Übergang in die weiterführende Schule. In der zweiten Förderphase soll hierzu ein Transferkonzept in den Städten des Kreises umgesetzt werden.

In insgesamt sieben Workshops beschäftigten sich die Bildungsexperten aus dem Kreis Recklinghausen und der Bezirksregierung Münster mit speziellen Fragestellungen der Umsetzung von Bildungsgerechtigkeit. Dazu gehörte die Frage nach „Determinanten für Bildungserfolg und –misserfolg“, wie hängen Bildungsungleichheit und Migrationshintergrund zusammen.

Erstmals wurde auch der Sport als Bildungspartner eingeladen: „Bildung braucht Bewegung! Der organisierte Kinder- und Jugendsport als Bildungspartner“. Teilnehmer der Bildungskonferenz waren Bildungsakteure aus Schulen, Kitas, Stadtverwaltungen Vereinen und weiteren Institutionen aus dem gesamten Kreis Recklinghausen. Musikalisch eingestimmt und begleitet wurde das Programm durch eine Bläsergruppe des 8. Jahrgangs der benachbarten Gesamtschule.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)