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Kreis Recklinghausen, 05. Juli 2012

Verkehrssicherheitstag am Berufskolleg

Schrecksekunden verfehlen die Wirkung nicht
VST am BK - Fahrrad-Crash (2012)
VST am BK - Auto-Kopfstand (2012)
„Das waren nur 9 km/h! Das will ich nicht bei 30 km/h erleben!“ – Beim Verkehrssicherheitstag an den Berufskollegs am Campus Vest in Recklinghausen kamen die Schülerinnen und Schüler ganz schön ins Nachdenken. Wenn der Gurtschlitten mit 9 km/h abrupt zum Stehen kommt, gerät manch ein Schüler an diesem Vormittag ins Schleudern. Ob mit der Promille-Brille vor den Augen, im Gurtschlitten oder bei der Überschlag-Simulation, kurz vor den Ferien sorgte der Verkehrssicherheitstag für großes Aufsehen.

Polizei, Stadt Recklinghausen, Vestische Straßenbahn, Verkehrswacht und Kreis Recklinghausen hatten gemeinsam alle Jahrgänge vom Herwig-Blankertz-Berufskolleg, Max-Born-Berufskolleg und vom Berufskolleg Kuniberg zu dieser Aktion eingeladen. Mit vorbereitet wurde der Tag aber auch durch die Schülerinnen und Schüler selbst. Bereits im Unterricht fand eine Auseinandersetzung mit Themen wie Alkohol und Drogen oder Geschwindigkeit und Energie statt. Vorgestellt wurden diese Ergebnisse dann an verschiedenen Stationen durch Plakate und Präsentationen.

„Unser Ziel ist, die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit und Drogen oder Alkohol am Steuer für junge Menschen erlebbar zu machen, um ihre Fahrweise dauerhaft positiv verändern zu können. Viele wissen nicht, dass beispielsweise das Fahren unter Cannabis-Einfluss den Verlust des Führerscheins für mindestens sechs Monate zur Folge hat“, sagt Ulrike Engbers, Fachdienstleiterin beim Kreis Recklinghausen und zuständig für das Straßenverkehrsamt und die Führerscheinstelle.

Besonders spektakulär war wie schon beim Verkehrssicherheitstag in der Innenstadt die Aufprall-Simulation, bei der ein PKW mit 30 km/h und anschließend noch einmal mit 50 km/h auf einen Radfahrer auffährt. Dieser – eine Puppe, 1,78 Meter groß und 78 kg schwer – hätte zumindest den zweiten Unfall sicherlich nicht überlebt. „Und das bei gerade mal 50 km/h“, staunte eine Schülerin über die heftigen Auswirkungen.

Die Organisatoren hoffen, dass die Schreckmomente und das direkte Erleben von (künstlichen) Unfall-Situationen den Schülern die Möglichkeit gibt, frühzeitig das eigene Fahrverhalten zu überdenken und anzupassen. Denn fest steht: Überhöhte Geschwindigkeit sorgt im Falle eines Unfalls für die schlimmsten Folgeschäden.

Mehr Infos zum Thema gibt es auch auf der Homepage riskiernichts.de der Deutschen Verkehrswacht.

Eine Bildergalerie zum Thema hat die Kreisverwaltung Recklinghausen auf ihrer Facebook-Seite eingerichtet.

Auch das Herwig-Blankertz-Berufskolleg hat auf seiner Homepage eine Bildergalerie vom Verkehrssicherheitstag veröffentlicht.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)