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Kreis Recklinghausen, 19. Juni 2012

Aufprall-Simulation hinterlässt Spuren

Verkehrssicherheitstag im Kreis Recklinghausen
Verkehrssicherheitstag - Crash bei 50 km/h
Mit 50 km/h nimmt der PKW den Radfahrer auf die Motorhaube. Zum Glück ist das nur eine Simulation mit einem Dummy, der Fahrer des Wagens trägt Schutzkleidung und Helm.
Verkehrssicherheitstag - Fahrsimulation im Cabrio
Was rauscht alles an einem vorbei, wenn man mit 30 oder 50 km/h eine Einkaufsstraße entlang fährt? Die Simulation zeigt: Wir nehmen erschreckend viele Details nicht wahr.
Verkehrssicherheitstag - Puppentheater
Nicht nur für Kinder: Das Puppentheater der Polizei regt zum Nachdenken über das eigene Verhalten während der Fahrt an.
Es kracht gewaltig, Bremsen quietschen. Ein Körper fliegt über das Dach eines Twingo und bleibt auf der Schaumburgstraße liegen. Die Frontscheibe des Twingo ist zersplittert. Verletzt wird zum Glück niemand. Denn der Körper ist der eines Dummys, der PKW-Fahrer hatte einen Helm auf, Sicherheitskleidung an. Die Unfall-Simulation im Rahmen des Verkehrssicherheitstags verfehlt ihren Zweck nicht. „Dass das bei gerade mal 30 km/h schon so heftig ausgehen kann, hätte ich nicht gedacht“, sagt ein Zuschauer.

Und es kommt noch schlimmer – die Simulation wird wiederholt. Diesmal fährt der PKW mit 50 km/h auf den Radfahrer auf. Das Publikum macht große Augen. Keiner der Anwesenden möchte das tatsächlich erleben – weder als Radfahrer noch als Autofahrer.

„Die Bilder sind schockierend, das wissen wir. Aber sie sind so einprägsam, dass wir uns eine nachhaltige Wirkung erhoffen. Zu viele Unfälle mit extremen Folgen sind auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Sie ist der Killer Nummer eins“, sagt Reinhard Lücke, erster Polizeioberkommissar. Er hat die Veranstaltung gemeinsam mit Vertretern von Polizei, Kreis und Stadt Recklinghausen sowie der Verkehrswacht Recklinghausen-Land organisiert.

Die Besucher können ihre Reaktion testen und die Geschwindigkeit messen, im Auto einen „Kopfstand“ machen und beim Puppentheater über die eigene Verhaltensweise beim Fahren nachdenken. Und sie erfahren, was bei einer „normalen“ Fahrt so alles an ihnen vorbeirauscht, ohne dass sie es wahrnehmen.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)