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Recklinghausen / Kreis Recklinghausen, 17. Februar 2012

Elf Jahre Donum Vitae

Bedeutung der Schwangerenkonfliktberatung
Donum Vitae - Dieter Zöpfgen
Dieter Zöpfgen (Foto: Martina Möller, Medienhaus Bauer)
Donum Vitae - Cay Süberkrüb
Cay Süberkrüb (Foto: Martina Möller, Medienhaus Bauer)
„Elf Jahre – das klingt sehr schön“, sagte Landrat Cay Süberkrüb bei seiner Gratulation zu dem etwas krummen Jubiläum. Heute können auch die Verantwortlichen von Donum Vitae bei dem Gedanken schmunzeln. Denn vor einem Jahr, als das zehnjährige Bestehen der Schwangerenkonfliktberatung gefeiert werden sollte, machte ein Wasserrohrbruch die Feierlichkeiten zunichte.

Dieter Zöpfgen, Vorstandsvorsitzender von Donum Vitae, betonte: „Auch vor elf Jahren war klar, dass die Beratung leben rettet. Trotzdem durften die katholischen Einrichtungen keine Bescheinigung mehr über die Beratung durchführen. Das war die Geburtsstunde von Donum Vitae. Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass wir heute hier so stehen.“

In einem kleinen Festakt haben verschiedene Redner an die zurückliegenden elf Jahre und die geleistete Arbeit erinnert – und denjenigen gedankt, die sich Tag für Tag für Schwangere und deren Partner in Konfliktsituationen einsetzen.

„In Not geratenen Menschen zu helfen ist christliche Pflicht. Und es ist eine Chance, das ungeborene Leben zu retten“, sagte beispielsweise Cay Süberkrüb, „Sie beraten individuell. Und Sie beurteilen nicht. Ich wünsche Ihnen und uns allen elf weitere Jahre Donum Vitae. Mindestens.“

Recklinghausens Bürgermeister Wolfgang Pantförder fing seinen Beitrag launig an: „Wer lädt mich zum Elfjährgen ein, habe ich mich gefragt… Aber schnell habe ich mich an die Geschehnisse vor elf Jahren erinnert. Das, was Sie alle ausgezeichnet hat, ist, dass nicht nur Verdruss da war, sondern auch der Wille, den Weg weiter zu gehen. Das alles ist Ihr Verdienst!“

Beeindruckende Worte fand auch Kreisdechant Jürgen Quante. Er zitierte Dr. Franz Kamphaus: „Nur wer im Schwangerschaftskonflikt berät, nimmt das Evangelium ernst. Danke, dass sich mit Ihnen engagierte Christinnen und Christen bereiterklärt haben, selbst aktiv zu werden. Gratia. Gnade Ihrer Arbeit.“

Ausgerechnet ein Elfjähriges – das gefiel auch der Landesvorsitzenden Ingrid Schürholz-Schmidt aus Köln. Immerhin hat die Zahl für Kölner eine besondere Bedeutung. „Die elf Flammen im Wappen der Stadt Köln für Ursula und ihre 11.000 Mitstreiterinnen. Ist die Verbindung zu gewagt? Dasein ist das Gegenteil von Alleinlassen. Das war das Grundverständnis bei der Gründung von Donum Vitae. Über 500 Beratungen hier vor Ort insgesamt sprechen eine deutliche Sprache. Und hinter jeder Zahl stehen Menschen.“

Und so wurde das Jubiläum mit einem Jahr Verspätung dann doch eine fröhliche, nachdenkliche und vor allem Mut machende Veranstaltung, die auf weiterhin gute, Leben rettende Beratungen hoffen lässt.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)