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PRESSEMITTEILUNG:

Kreis RE, 23. Januar 2012

Lebendige Gewässer im Vest

Maßnahmen des Umweltamts stellen ökologische Durchgängigkeit sicher
Loemühlenbach - Renaturierung eines ehemals verrohrten Abschnitts
Dieser Teil des Loemühlenbachs ist bereits renaturiert.
Der Loemühlenbach im Naherholungsgebiet Ried in Herten soll in diesem Jahr zum „Lebendigen Gewässer“ werden. Und das ist nur eine von insgesamt 17 Maßnahmen, die für Fische und andere Tiere neuen Lebensraum schaffen sollen.

Mit der Umsetzung des umfassenden Gewässerentwicklungskonzepts wird das Umweltamt des Kreises Recklinghausen in Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Bodenverband Marl-Ost die eigendynamische Entwicklung des Loemühlenbachs unterstützen und seine ökologische Durchgängigkeit wieder herstellen.

Die Maßnahmen werden in Marl und Herten stattfinden. Im Zentrum des Konzepts steht insbesondere die Öffnung einer etwa 50 Meter langen Verrohrung des Loemühlenbachs. Eine weitere große Maßnahme ist die naturnahe Verlegung des Bachs im Bereich des Löschwasserteichs. Das Gewässer fließt dort durch den Teich und eine weitere, etwa 60 Meter lange Verrohrung.

Künftig wird der Bach naturnah über das westlich gelegene Grundstück fließen. Der Löschwasserteich liegt dann im Nebenschluss und erhält über einen Abschlag eine definierte Wassermenge.

Die Umsetzung des geplanten Konzepts ist ein wichtiger Beitrag für das Anfang 2010 vom Landtag NRW verabschiedete Programm „Lebendige Gewässer“. Der Titel gibt den Anlass der Maßnahmen bekannt. Sie schaffen Lebensraum für ein artenreiches Leben im und am Gewässer und geben der Landschaft ihr natürliches Gesicht zurück. Der Boden eines ökologisch durchgängigen Fließgewässers wird von Fischen und anderen Wassertieren wieder besiedelt und bewandert. Dadurch mischen sich die Populationen und besiedeln auch wieder die Nebenarme.

Im Einzelnen beinhaltet das Programm, Querbauwerke und naturfernen Uferverbau durch Sohlschalen oder Bongossifaschinen zu entfernen, verrohrte Gewässerabschnitte zu öffnen und bei zu kleinen Durchlässen einen Mindestdurchmesser von einem Meter zu schaffen.

2011 wurden am Silvertbach und seinen Nebengewässern insgesamt 13 Maßnahmen zur Schaffung eines lebendigen Gewässers durchgeführt. Die Kosten für das Projekt am Loemühlenbach werden zu 90 Prozent vom Land NRW getragen. Zehn Prozent finanziert der Kreis aus Naturschutzgeldern.

Die Ausschreibung für das Projekt am Loemühlenbach soll so bald wie möglich erfolgen. Es wird auf einvernehmlicher Basis und mit der freundlichen Unterstützung der Grundstückseigentümer umgesetzt. Für weitere Grundstücksangebote, aber auch bei Ideen zur Eigeninitiative erreichen Interessierte die Ansprechpartnerin Frau Siemund unter Telefon 02361/536026.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)