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PRESSEMITTEILUNG:

Marl, 22. November 2011

Der Landrat besucht WiLLmA

Beeindruckendes Engagement von Ehrenamtlichen
WiLLmA Marl (2011)
Um die Tischtennisplatte rennen Jugendliche im wilden Match, einige jüngere Kinder basteln an weihnachtlicher Fensterdekoration, andere sitzen fleißig an den Hausaufgaben im eigens dafür vorhandenen Raum. Das ist Alltag in der Kinder- und Jugendeinrichtung der evangelisch-freikirchlichen Friedenskirche „WiLLmA“ in Marl-Hüls, die Landrat Cay Süberkrüb am Montag besuchte.

WiLLmA, das heißt Wohnen im Ladenlokal mit Aktion. „Es ist ein sehr beeindruckendes Projekt und ein vorbildliches Beispiel für erfolgreiche Jugendarbeit.“, so der Landrat. Seit über sechs Jahren kommen dreimal pro Woche rund 40 Kinder zwischen 8 und 17 Jahren zu WiLLmA, viele auch jahrelang. Die Sozialarbeiter und Ehrenamtlichen sind Vertraute, Helfer, aber auch schon mal Schlichter. „Hier treffen Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Gesellschaftsschichten aufeinander“, sagt Peter Bülow, Leiter von WiLLmA, „da knallt es dann schon mal. Aber bisher ist es uns immer gelungen, Konflikte friedlich zu lösen. Dafür haben wir eigens mit den Kindern und Jugendlichen zusammen Regeln aufgestellt, die für alle gelten.“

Cay Süberkrüb bezeichnete das Angebot als „tolle Chance“ für die Kinder, die zum Teil aus sozial schwachen, zum Teil aus muslimischen aber auch aus ganz durchschnittlichen, deutschen Familien stammen. Hier gibt es ein warmes Mittagessen, Ansprache und jede Menge Spaß in Form von Gruppenspielen, Musik und kreativen Aktionen, aber auch Hilfe bei den Hausaufgaben. WiLLmA ist ausschließlich spendenfinanziert. Das Angebot ist offen, es erfolgt keine Anmeldung und es entstehen keine Kosten für die Besucher.

WiLLmA funktioniert nach dem Motto „Jugend hilft Jugend“ – für die Kinder und Jugendlichen engagieren sich ein Dutzend junge Gemeindmitglieder der Friedenskirche ehrenamtlich. Außerdem gibt es zwei Sozialarbeiter, die halbtags beschäftigt sind, und etliche Ehrenamtliche, die kochen, putzen, helfen, da sind, wo immer Hilfe benötigt wird. „Toll, dass es so etwas im Kreis Recklinghausen gibt“, sagt Cay Süberkrüb. Und: „In
Recklinghausen gibt es ebenfalls WiLLmA – getragen von den Rotariern. Vielleicht wird es
ja in Zukunft noch weiteres WiLLmAs im Kreis geben…“

(Quelle: Kreis Recklinghausen)