Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

MELDUNG:

01. Februar 2016

3500 Euro für den guten Zweck

Zehn Jahre Centspende in der Kreisverwaltung
Centspende 2015
Wenn jeder ein wenig gibt, kommt am Ende viel dabei raus – nach diesem Prinzip funktioniert seit mittlerweile zehn Jahren die Centspende der Kreisverwaltung, an der sich zahlreiche Beschäftigte freiwillig beteiligen – ganz einfach durch den Verzicht auf die Centbeträge ihres Gehalts. Stolze 3500 Euro sind so im vergangenen Jahr zusammengekommen. Der Erlös geht an vier regionale Hilfsprojekte.

Die Idee der Centspende kam dem Personalrat vor zehn Jahren und hat sich etabliert: Freiwillig verzichten die Beschäftigten der Kreisverwaltung Recklinghausen auf bis zu 99 Cent Gehalt im Monat, um die Summe am Ende für einen guten Zweck zu spenden. Für jeden nur ein kleiner Betrag, doch im Jahr 2015 sind auf diese Weise ganze 3500 Euro zusammengekommen. „Jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten und etwas Gutes tun“, sagt Landrat Cay Süberkrüb. „Ich freue mich, dass sich so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung beteiligen. Eine schöne Aktion.“

Im Rahmen der Personalversammlung im November stimmten die Beschäftigten darüber ab, wer das Geld erhalten soll. Auch die Vorschläge kamen aus der Kollegenschaft selbst. Vier Einrichtungen wurden ausgesucht und werden nun mit einem Anteil von jeweils 877,25 Euro unterstützt. Am Mittwoch wurden die Spenden im Kreishaus von der Personalratsvorsitzenden Martina Pestke und Landrat Cay Süberkrüb an die Einrichtungen übergeben.

Ein Teil geht an den Hof Wessels in Herten. Er unterstützt sozial benachteiligte junge Menschen und ermöglicht ihnen einen Einblick in landwirtschaftliche Aufgabenfelder. Dazu bietet er Kindergarten- und Schulkindern die Möglichkeit, Kräutergarten, Landwirtschaft und Tierpflege in eigener Erfahrung und Verantwortung zu erleben. Vorgeschlagen wurde Hof Wessels von Dr. Richard Schröder.

Ebenfalls über 877,25 Euro freuen darf sich der Kinderschutzbund in Haltern am See. Er engagiert sich seit über 30 Jahren in der Kinder und Jugendhilfe und betreibt unter anderem einen Kleiderladen, in dem ehrenamtliche Helfer nicht nur für die Ausgabe von Kleidern sondern auch für Gespräche mit Eltern und Kindern zur Verfügung stehen. Vorgeschlagen wurde der Kinderschutzbund von Dagmar Jedfeld.

Der dritte Anteil kommt dem SuS Concordia Haltern-Flaesheim zugute. Der Verein engagiert sich seit Jahren in der Unterstützung behinderter Kinder und veranstaltet jährlich ein Jugend- und Behindertensportfest als Benefizturnier für die Lebenshilfe Haltern e.V., welches im nächsten Jahr sein 40. Jubiläum feiert. Vorgeschlagen wurden der SuS Concordia Haltern-Flaesheim und sein Sportfest von Marcel Mainholz.

Den vierten Teil erhält die Flüchtlingshilfe der Evangelischen Kirche Gladbeck. Seit über zwanzig arbeiten dort Ehrenamtliche und unterstützen Flüchtlinge sowohl bei Behördengängen aber auch bei ganz lebenspraktischen Dingen, wie dem Transport und Aufbau gebrauchter Möbel, aber auch durch Deutschkurse. Die Flüchtlingshilfe der Evangelischen Kirche Gladbeck finanziert sich ausschließlich über Spenden und wurde von der Personalratsvorsitzenden Martina Pestke vorgeschlagen.

Die Centspenden-Aktion der Kreisverwaltung wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Auslöser war damals die Tsunami-Katastrophe in Asien: „Die Kollegenschaft wollte den Menschen im Katastrophengebiet unbedingt helfen und hat uns gebeten, eine Spendenaktion zu organisieren“, sagt Martina Pestke. „So ist die Idee der Centspende geboren.“ Seit 2006 unterstützt die Kreisverwaltung damit ausschließlich gemeinnützige Einrichtungen und Projekte in der Region.

(Quelle: Kreis Recklinghausen)